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Bonität & Bonitätsprüfung

In diesem Beitrag erfahren Sie, was die Bonität ist und wie Banken Ihre Bonität überprüfen.

Sabine Dobler

Sabine Dobler

Expertin bei Kreditfragen

1. Die Bonität
2. Einflussfaktoren
3. Unterlagen Bonitätsprüfung
4. Bonitätsscore
5. Bonität verbessern

Was ist die Bonität

Die Bonität ist die Beurteilung Ihrer Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit. Ihre Bonität wird bei der Aufnahme eines Kredits bei einer Bank mittels einer Bonitätsprüfung beurteilt. Anhand der Bonität entscheidet die Bank, ob Sie für Ihr Finanzierungsvorhaben einen Kredit erhalten oder nicht.

Die Kreditfähigkeit

Ihre Kreditfähigkeit wird anhand Ihrer wirtschaftlichen Situation beurteilt. Das bedeutet, es wird anhand Ihrer Einnahmen und Ausgaben überprüft, ob Sie sich den Kredit aus finanzieller Sicht leisten können.

Die Kreditwürdigkeit

Bei der Kreditwürdigkeit wird überprüft, ob Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen aus persönlicher Sicht auch nachkommen werden. Dies wird unter anderem anhand von vergangenen und bestehenden Kreditverpflichtungen überprüft (z. B. ob Sie einen negativen KSV-Eintrag haben)

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Einflussfaktoren der Bonität

Bei einer Bonitätsprüfung wird anhand von unterschiedlichen Faktoren Ihre Bonität beurteilt. Welche Faktoren Ihre Bonität wie beeinflussen, kann die Bank selbst bestimmen.

In der Regel sind folgende Faktoren bei einer Bonitätsprüfung wichtig:

Ihre Einnahmen

  • Wie hoch sind Ihre monatlichen Einnahmen?
  • Sind Ihre Einnahmen langfristig stabil oder können diese schwanken? (z.B. Mieteinnahmen fallen bei Leerstand weg)

Ihre Ausgaben

  • Wie hoch sind Ihre montalichen Ausgaben?

Ihre Haushaltsrechnung

  • Übersteigen Ihre monatlichen Ausgaben die Einnahmen?
  • Wie hoch kann Ihre monatliche Rate laut der Haushaltsrechnung sein?

Ihre Wohnsituation

  • Wie ist Ihre aktuelle Wohnsituation? (Miete, Eigentum…)
  • Wechseln Sie häufig Ihren Wohnsitz?

Ihre vergangenen Zahlungsverpflichtungen

  • Haben Sie negative KSV/Schufa/Crif Einträge?
  • Sind oder waren Sie in Privatinsolvenz?
  • Verpassen Sie oft Zahlungstermine von Rechnungen?
  • Wurden Sie bereits von einem Inkassounternehmen betrieben?

Unterlagen für die Bonitätsprüfung

Zur Prüfung Ihrer Bonität benötigt die Bank unterschiedliche Informationen und Unterlagen von Ihnen.

Unterlagen, die immer benötigt werden:
  • Nachweise Ihrer Einnahmen
    Dazu zählen natürlich Ihre Lohn- oder Gehaltszettel aber auch Informationen zu Mieteinnahmen, Unterstützungen, Alimentationszahlungen…
  • Ein Ausweisdokument
    Zur Prüfung Ihrer Identität müssen Sie bei der Bank ein gültiges Ausweisdokument wie einen Reisepass oder einen Personalausweis vorzeigen.
  • Ein Meldezettel
    Auch ein aktueller Meldezettel ist bei der Überprüfung Ihrer Bonität für die Bank wichtig.
Unterlagen, die benötigt werden wenn vorhanden:
  • Unterlagen zu Zahlungsverpflichtungen
    Wenn Sie aktuell noch andere Kredit- oder Leasingverpflichtungen haben, müssen Sie diese Verträge der Bank vorlegen.
  • Arbeits- oder Dienstvertrag
    Wenn Sie einen Arbeits- oder Dienstvertrag haben ist auch dieser bei der Bank einzureichen.

Ergebnis der Bonitätsprüfung

Das Ergebnis Ihrer Bonitätsprüfung wird von der Bank in einem sogenannten Bonitätsscore angegeben.

Da jede Bank eine individuelle Bonitätsprüfung durchführt, kann sich Ihr Bonitätsscore auch bei jeder Bank unterschieden. Es kann sein, dass Sie bei einer Bank eine Kreditabsage aufgrund Ihrer Bonität erhalten, während eine andere Bank Ihnen einen Kredit gewährt.

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Beispiele für die Beurteilung der Bonität eines Kreditnehmer

Die folgenden Beispiele sollen Ihnen zeigen, wie eine Bank Ihre Bonität einschätzen kann.

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Beispiel für eine gute Bonität

  • Positive Haushaltsrechnung
    Aus Ihrer Haushaltsrechnung ergibt sich unter Berücksichtigung einer zukünftigen Kreditrate ein hoher monatlicher Überschuss.
  • Gleichbleibende Wohnsituation
    Sie wohnen schon seit mehreren Jahren in derselben Wohnung.
  • Keine Zahlungsverzögerungen
    Ihre Rechnungen werden immer pünktlich von Ihnen beglichen.
  • Kein negativer Eintrag
    Sie haben keinen negativen KSV, Schufa oder Crif Eintrag

Aufgrund Ihrer guten finanziellen Situation und Ihrer Zuverlässigkeit sind Sie für die Bank ein sicherer Kreditnehmer. Sie erhalten eine Kreditzusage und ein Angebot mit guten Kreditkonditionen.

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Beispiel für eine ausreichende Bonität

  • Ausreichend positive Haushaltsrechnung
    Unter der Berücksichtigung einer künftigen Kreditrate ergibt sich aus Ihrer Haushaltsrechnung ein knapper monatlicher Überschuss.
  • Neue Wohnsituation
    Sie haben vor kurzem Ihre Wohnsituation geändert.
  • Selten Zahlungsverzögerungen
    Sie begleichen Ihre Rechnungen meist pünktlich, haben aber auch schon Zahlungstermine versäumt. Sie wurden aber noch nie von einem Inkassounternehmen betrieben.
  • Kein negativer Eintrag
    Sie haben keinen negativen KSV, Schufa oder Crif Eintrag

Aufgrund Ihrer knappen, jedoch ausreichenden finanziellen Situation und geringen Problemen mit Zahlungsverzögerungen erhalten Sie eine Kreditzusage der Bank aber mit wahrscheinlich schlechteren Kreditkonditionen.

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Beispiel für eine negative Bonität

  • Negative Haushaltsrechnung
    Ihre monatlichen Ausgaben übersteigen Ihre monatlichen Einnahmen. Somit ist eine zusätzliche Kreditrate für Sie finanziell nicht möglich.
  • Wechselnde Wohnsituation
    Durch Ihre häufigen Wohnsitzwechsel sind Sie bei Säumnissen nur schwer greifbar für Ihre Bank.
  • Häufige Zahlungsverzögerungen
    Sie verpassen oft Zahlungstermine und wurden bereits von einem Inkassounternehmen betrieben.
  • Negativer Eintrag
    Sie haben einen negativen KSV, Schufa oder Crif Eintrag

Aufgrund Ihrer Finanzen und Ihrem Umgang mit Zahlungsverpflichtungen lehnt die Bank Ihre Kreditanfrage ab. Eine Kreditrückzahlung wird von der Bank für Sie als nicht möglich eingestuft.

Wie Sie Ihre Bonität verbessern können

Lohnerhöhung

Sie können Ihren Arbeitgeber nach einer temporären oder langfristigen Lohnerhöhung fragen, um Ihre Einnahmen zu erhöhen.

Überstunden

Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen Überstunden ausbezahlt, können Sie durch die ein oder andere Stunde mehr bei der Arbeit Ihr Einkommen steigern. Achtung – Die Überstunden sind nur dann für die Haushaltsrechnung relevant, wenn Sie fortlaufend (also z.B. länger als 3 Monate) jeden Monat geleistet werden.

Nebenjob

Bei zu geringem Einkommen kann es für Sie Sinn machen, einen Nebenjob oder Wochenendjob zu suchen.

Umschuldung

Wenn Sie viele kleine Kredit haben, kann sich die Zusammenführung und Umschuldung zu einem „großen“ Kredit lohnen, um die monatliche Kreditbelastung durch z.B. eine längere Laufzeit zu senken. 

Sparen

Mit einer Haushaltsrechnung lassen sich sehr gut mögliche Sparpotenziale erkennen, um so Ihre Ausgaben zu senken. Gerade bei Versicherungen und Konsumausgaben können Sie oft einiges einsparen.

Pünktlich zahlen

Zur Vorbeugung einer schlechten Kreditwürdigkeit sollten Sie Zahlungstermine immer einhalten und Rückstände oder Mahnungen vermeiden.

Bestehende Zahlungsverpflichtungen

Ihren laufenden Kredit- oder Leasingverpflichtungen sollten Sie immer verlässlich nachkommen. Ein negativer KSV, Schufa oder Crif Eintrag wirkt sich sehr schlecht auf Ihre Bonität aus.

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