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Grundstücksfinanzierung

Grundstück 2026 finanzieren

Ein Grundstück finanziert sich wie eine Immobilie, hat aber seine eigenen Spielregeln. Hier erfahren Sie, welche Kredite passen, welche Voraussetzungen zählen und wie Sie Ihr Angebot finden.

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Auf einen Blick

Factbox zur Grundstücksfinanzierung

Das Wichtigste vorab, kurz und ehrlich. So funktioniert die Finanzierung eines Grundstücks in Österreich.

Wie ein Haus finanziert

Ein Grundstück läuft über einen klassischen Immobilienkredit, genau wie Haus oder Wohnung.

Mehrere Wege

Vom Hypothekendarlehen bis zum Bauspardarlehen stehen Ihnen mehrere Finanzierungskonzepte offen, oft auch kombiniert.

Voraussetzungen zählen

Die Bank gibt grünes Licht erst, wenn Bonität, Sicherheiten und Eigenkapital stimmen.

Nebenkosten einplanen

Steuern, Gebühren und Eintragungen erhöhen die Finanzierungssumme oft um 10 bis 15 Prozent. Rechnen Sie sie von Anfang an mit ein.

Arten der Grundstücksfinanzierung

Es gibt mehrere Finanzierungskonzepte, die zum Kauf eines Grundstücks passen. Häufig ist die Kombination mehrerer Kredite die beste Lösung, um ein Grundstück optimal zu finanzieren.

Welche Variante für Ihre Situation am besten passt, lässt sich nicht pauschal sagen. Fordern Sie Ihr kostenloses und individuelles Finanzierungskonzept an, abgestimmt auf Ihr Vorhaben.

Grundstück kaufen und finanzieren in Österreich

Das Hypothekendarlehen

Ihr Kredit wird hypothekarisch besichert. Die Bank wird mit Pfandrecht und Pfandbetrag ins Grundbuch des Grundstücks eingetragen.

Können Sie nicht mehr zahlen, darf die Bank das Grundstück versteigern und die offene Summe bis zum vereinbarten Pfandbetrag aus dem Erlös begleichen.

Das Bauspardarlehen

Ein Bauspardarlehen ist ein staatlich gefördertes Darlehen zur Schaffung von Wohnraum.

Die Besonderheit: Die Kredithöhe ist auf 240.000 € pro Person beschränkt, dafür gilt eine Zinsobergrenze von 6 %.

Der Generationenkredit

Der Generationenkredit ist tilgungsfrei und läuft über eine sehr lange Laufzeit bis zu 100 Jahre. Während dieser Zeit zahlen Sie nur Zinsen, getilgt wird erst danach.

Die meisten Banken finanzieren damit nicht das ganze Grundstück, sondern nur rund 30 % des Grundstückswerts.

Was die Bank sehen will

Voraussetzungen für einen Grundstückskredit

Für die Bank ist das Ausfallrisiko bei Krediten grundsätzlich hoch. Senken Sie dieses Risiko, erhalten Sie die Zusage. Auf diese vier Punkte kommt es an.

Die Bonität

Die Bank prüft Ihre Bonität, also Ihre finanzielle Fähigkeit und Ihren Willen, den Kredit zu bedienen.

Nur bei ausreichender Bonität gibt es einen Kredit. Je besser sie ausfällt, desto besser werden in der Regel auch Ihre Konditionen.

Die Sicherheiten

Die Bank gibt vor, in welcher Höhe und Form Sie Sicherheiten einbringen. Sie schützen die Bank im Fall der Zahlungsunfähigkeit.

Neben der Hypothek eignen sich weitere Sicherheiten:

  • Versicherung für spezifische Risiken (Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit)
  • Gehalts- oder Lohnverpfändung
  • Bürgschaft

Das Eigenkapital

Als Eigenkapital zählen alle Ersparnisse, die Sie für die Finanzierung einsetzen. Meist müssen rund 20 % der Finanzierungssumme aus Eigenmitteln kommen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Bargeld
  • Geld auf Konten
  • Bausparguthaben
  • Wertpapiere
  • Lebensversicherungen
  • Private Darlehen

Mindesteinnahmen

Die monatliche Kreditrate darf als Richtwert höchstens 40 % der Nettogesamteinnahmen ausmachen.

Bei 2.500 € Einnahmen im Monat liegt die Rate also bei maximal 1.000 €. Mehr dazu im Beitrag zum Haushaltseinkommen.

Hinweis zum rechtlichen Rahmen: Die KIM-V der FMA ist seit 30.06.2025 ausgelaufen. Die bekannten Eckwerte (rund 20 % Eigenkapital, höchstens 40 % der Haushaltseinnahmen für die Rate, maximal 35 Jahre Laufzeit) gelten weiter als Richtwert der Banken, nicht mehr als Gesetz.
Nebenkosten bei der Grundstücksfinanzierung

Nebenkosten bei der Grundstücksfinanzierung

Beim Kauf und bei der Finanzierung eines Grundstücks fallen einige Nebenkosten an. Planen Sie diese unbedingt in die Kredithöhe ein, denn sie erhöhen die Finanzierungssumme oft um 10 bis 15 Prozent.

Häufige Nebenkosten beim Grundstückskauf und der Finanzierung:

  • 3,5 % der Bemessungsgrundlage als Grunderwerbssteuer (niedrigere Sätze in bestimmten Fällen, etwa Erbschaft oder Schenkung)
  • Bis zu 3 % der Finanzierungssumme für Bearbeitung und Bereitstellung des Kredits durch die Bank
  • 1,1 % des Kaufpreises für die Eigentumseintragung im Grundbuch. Achtung: Es gibt eine Gebührenreduktion bzw. Streichung in bestimmten Fällen
  • 1 bis 3 % des Kaufpreises an Notarkosten für Beglaubigung und Verbücherung im Grundbuch
  • Optional 1,2 % des Pfandbetrags für die Eintragung der hypothekarischen Besicherung. Auch hier gibt es eine Gebührenreduktion bzw. Streichung in bestimmten Fällen
  • Optional ca. 3,6 % des Kaufpreises an Maklergebühren
  • Optional 1 bis 1,5 % des Kaufpreises an Rechtsanwaltskosten für den Kaufvertrag (oft vom Verkäufer übernommen)
In drei Schritten zum Angebot

Passende Grundstücksfinanzierung finden

So finden Sie Ihren passenden Grundstückskredit, ohne sich durch Dutzende Banken zu telefonieren.

1

Daten eingeben

Fordern Sie online Ihren kostenlosen Kreditvergleich an. Geben Sie alle Infos zu Grundstück und Finanzierungswunsch an, unsere Experten prüfen Ihre Angaben und melden sich mit Ihrem passenden Konzept.

2

Top-Angebote erhalten

Wir fordern für Sie Angebote bei bis zu 50 Banken in ganz Österreich an und verhandeln direkt Ihre Konditionen, damit Sie von Top-Zinsen profitieren.

3

Kredite vergleichen

Gemeinsam mit dem Experten vergleichen Sie alle Angebote für Ihren Grundstückskredit. Mit Erfahrung und Fachwissen unterstützen wir Sie bei der richtigen Entscheidung.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen

Wie wird ein Grundstück in Österreich finanziert?

Ein Grundstück läuft über einen klassischen Immobilienkredit, genau wie ein Haus oder eine Wohnung. Dafür stehen Ihnen mehrere Konzepte offen, etwa Hypothekendarlehen, Bauspardarlehen oder Generationenkredit, oft auch in Kombination.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für den Grundstückskauf?

In der Regel müssen rund 20 Prozent der Finanzierungssumme aus Eigenmitteln stammen. Dazu zählen unter anderem Bargeld, Guthaben auf Konten, Bausparguthaben, Wertpapiere, Lebensversicherungen und private Darlehen.

Welche Voraussetzungen verlangt die Bank für einen Grundstückskredit?

Die Bank gibt erst grünes Licht, wenn Bonität, Sicherheiten und Eigenkapital stimmen. Geprüft werden Ihre finanzielle Fähigkeit, den Kredit zu bedienen, eingebrachte Sicherheiten wie die Hypothek sowie ausreichende Eigenmittel.

Wie hoch darf die Kreditrate im Verhältnis zum Einkommen sein?

Als Richtwert darf die monatliche Kreditrate höchstens 40 Prozent der Nettogesamteinnahmen ausmachen. Bei 2.500 Euro Einnahmen im Monat liegt die Rate also bei maximal 1.000 Euro.

Mit welchen Nebenkosten muss ich beim Grundstückskauf rechnen?

Nebenkosten wie Steuern, Gebühren und Eintragungen erhöhen die Finanzierungssumme oft um 10 bis 15 Prozent. Ein häufiger Posten ist die Grunderwerbsteuer in Höhe von 3,5 Prozent der Bemessungsgrundlage. Planen Sie diese Kosten von Anfang an in die Kredithöhe ein.

Vor dem Kauf

Tipps für Ihren Grundstückskauf

Das passende Grundstück zu finden ist nicht immer einfach. Diese fünf Tipps erleichtern Ihnen Suche und Auswahl.

Makler kontaktieren

Ein Immobilienmakler hat oft Grundstücke in der Hinterhand, die noch nicht am Markt sind, und kennt die jeweiligen Lagen genau.

Über sein großes Netzwerk finden Sie häufig schneller und einfacher ein passendes Grundstück.

Gemeinde kontaktieren

Die Gemeinde weiß, wo demnächst Neubaugebiete entstehen oder gerade Grundstücke zum Verkauf stehen.

In vielen Fällen können Sie sich als Kaufinteressent auch vormerken lassen.

Umgebung prüfen

Haben Sie interessante Grundstücke gefunden, informieren Sie sich über die Wohnumgebung.

Infrastruktur, Freizeit, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Anbindung an Öffis sind wichtige Aspekte vor dem Kauf.

Bebauungsplan ansehen

Prüfen Sie anhand des Bebauungsplans der Gemeinde die Bebauungsmöglichkeiten.

Wer ein dreistöckiges Haus plant, sollte vorher klären, ob das erlaubt ist oder Baubeschränkungen gelten.

Preis verhandeln

Bei vielen Grundstücksverkäufen gibt es hohen Verhandlungsspielraum beim Preis.

Gerade wenn ein Grundstück schon lange angeboten wird, lohnt das Verhandeln. So sparen Sie oft einiges an Geld.

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Sabine Dobler
Verfasst von

Sabine Dobler

Sabine Dobler ist eine Expertin im Bereich Immobilien und Finanzierungen. Dank ihrer langjährigen Erfahrung in diesem Sektor und ihrem fundierten Wissen über die Online-Welt liefert sie wertvolle Ratgeberbeiträge für die Portale immobilie-finanzieren.at und das immobilien-verkaeuferportal.at. Sabine zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, die komplexe Welt der Immobilienfinanzierungen, Umschuldungen sowie die Bewertung und den Verkauf von Immobilien einfach und verständlich zu erklären. Aus diesem Grund vertrauen wir auf ihre Dienste.

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