Eigenkapital bei Wohnkrediten

Das sollten Sie über Ihre Eigenmittel wissen

Um bei einer Bank einen Kredit zu erhalten, benötigen Eigenkapital in einer gewissen Höhe. Damit Sie wissen, wie Ihre Chancen auf eine Finanzierungszusage stehen, müssen Sie auch wissen, was überhaupt als Eigenmittel angerechnet werden.

In diesem Beitrag erfharen Sie, was zu ihrem Eigenkapital zählt, wie hoch dieses sein muss und wie Sie notfalls auch noch Ihre Eigenmittel erhöhen.

Letzte Überarbeitung März 2021

Sabine Dobler

Sabine Dobler

Expertin bei Kreditfragen

1. Was zählt zum Eigenkapital?
2. Höhe der Eigenmittel
3. Eigenmittelquote berechnen
4. Eigenmittel erhöhen

Das gehört zum Eigenkapital

Zum Eigenkapital zählen Ersparnisse, Wertanlagen und Immobilien. Ob Sie diese bei der Bank als Eigenkapital angeben wollen, hängt von Ihrer finanziellen Situation bzw. von der Eigenkapitalforderung der Bank ab.

Wichtig ist zudem noch, dass Ihr Eigenkapital den Finanzierungsbedarf reduziert. Das heißt, je mehr Eigenkapital Sie aufbringen können, desto geringer wird Ihre Finanzierungssumme und somit auch Ihre monatlichen Kreditraten.

Das können Sie alles zu Ihrem Eigenkapital zählen:

  • Bargeld
  • Festgeld- und Tagesgeldkonten
  • Sparbücher/Sparbriefe
  • Bausparguthaben
  • Private Darlehen (z. B. von Verwandten)
  • Lebensversicherung
  • Aktien
  • Fonds und Anteile an Investmentfonds
  • Zinspapiere
  • Zertifikate
  • Gold
  • Eigenleistungen beim Hausbau
  • Baumaterialien
  • Eigene Baugrundstücke

Wie hoch Ihr Eigenkapital sein sollte

Die Höhe des benötigten Eigenkapital hängt immer von der gewählten Bank ab. Grundsätzlich kann man damit rechnen, dass die Bank 20-30% der Kreditsumme mit dem Eigenmitteln decken wollen. Geringere Eigenkapitalquoten sind aber auch möglich.

Weiter Informationen dazu finden Sie in unserem Beitrag “Wie viel Eigenkapital ist für einen Kredit nötig?”

Eigenmittelquote berechnen

Damit Sie Ihre Eigenmittelquote ungefähr berechnen können, ist es wichtig, dass nicht nur die Finanzierungssumme, sondern auch die Nebenkosten mitberechnet werden.

Wie hoch die Nebenkosten sind, können wir Ihnen nicht pauschal sagen. Am besten rechnen Sie einfach mit +10% Nebenkosten*. Das heißt, Sie rechnen zu der Finanzierungssumme (=100%) noch 10% Nebenkosten drauf (=110%).

Eine Beispielrechnung:
Immobilienpreis: 260.000 €
Nebenkosten 10%: 26.000 €
Gesamtbelastung: 286.000 €

Ihre Eigenmittel: 42.500 €

Eigenmittelquote: Eigenmittel / Gesamtbelastung = Eigenmittelquote in %

Eigenmittelquote: 42.500 € / 286.000 € = 14,58%

Viele Banken fordern eine Eigenmittelquote von 10% – 20%. Je mehr Eigenmittel Sie vorweisen können, desto einfacher ist es meist, eine Finanzierungszusage zu erhalten.

*Dies dient nur als Richtwert. Wie hoch Ihre Nebenkosten genau sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag zum Thema Nebenkosten bei Finanzierung.

Wie Sie Ihre Eigenmittel erhöhen

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Eigenkapital für einen Immobilien-Kredit nicht ausreicht, haben Sie die vielleicht noch die Möglichkeit Ihre Eigenmittel zu erhöhen.

Sie können zum Beispiel Ihre bestehende Lebensversicherung auflösen und als Eigenkapital in den Kredit einbringen. Dies sollte aber kein unüberlegter Schritt sein.

Der Verkauf Ihrer Lebensversicherung rechnet sich nur, wenn die eingesparten Zinsen der Finanzierung höher sind als die Erträge, welche die Lebensversicherung in Zukunft eingebracht hätten.

Pivate  Darlehen

Auch private Darlehen bei z. B. Familie oder Freunden sind eine Möglichkeit. Achten Sie aber darauf, dass die zurückzahlbare Gesamtlast (also die Summe aller Rückzahlungsraten – Kredit bei der Bank, Tilgungsraten des privaten Darlehns) nicht Ihre finanziellen Möglichkeiten überschreitet. Denn auch private Darlehns müssen irgendwann zurückgezahlt werden.

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