Eigenkapital bei Wohnkrediten

Das sollten Sie wissen

Ausreichendes Eigenkapital ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Wohnkredit.

Was zum Eigenkapital zählt und wie viel Sie benötigen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Letzte Überarbeitung Januar 2022

Lukas Hoffmann

Lukas Hoffmann

Experte für Finanzierungen

1. Was zählt zum Eigenkapital?
2. Höhe des Eigenkapitals
3. Eigenmittelquote berechnen
4. Eigenkapital erhöhen

Das gehört zum Eigenkapital

Banken zählen bei Wohnkrediten Folgendes zu Ihrem Eigenkapital:

  • Ersparnisse auf Ihren Konten
  • Bargeld
  • Bausparguthaben
  • Lebensversicherungen
  • Private Darlehen (z.B. von der Familie)
  • Aktien, Wertpapiere und Investmentfonds
  • Immobilien in Ihrem Eigentum
  • Bezahlte Baugrundstücke

Was Sie als Eigenkapital für Ihren Kredit nutzen möchten, bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist nur, dass Sie die von der Bank geforderte Eigenmittelquote einhalten.

Eigenmittel finanzierung

Wie viel Eigenkapital ist nötig?

Wie viel Eigenkapital Sie für Ihren Kredit einbringen müssen, wird Ihnen von der Bank vorgegeben.

Bei den meisten Krediten ist ab einer Eigenmittelquote von 20% die Finanzierungszusage realistisch.

Es gibt aber auch Einzelfälle bei denen 30% der Kreditsumme mit Eigenmitteln gedeck werden müssen. Dies kann der Fall sein, wenn Sie beispielsweise eine schlechte Bonität vorweisen.

Eigenmittelquote berechnen

Die Eigenmittelquote ergibt sich aus Ihrenm Eigenkapital und der Kredit Gesamtbelastung.

Zur Berechnung der Eigenmittelquote benötigen Sie folgende Informationen:

Verfügbares Eigenkapital

Berechnen Sie, wie viel Eigenkapital Ihnen zur Verfügung steht. Summieren Sie dazu einfach Ihre Ersparnisse und Ihr Vermögen, welches Sie als Eigenkapital nutzen wollen.

eigenmittel berechnen

Richtige Finanzierungssumme

Der Kaufpreis der Immobilie allein ergibt nicht die Finanzierungssumme. Auch die Kosten für mögliche Renovierungsarbeiten oder die Möblierung müssen beachtet werden.

Zudem erwarten Sie beim Kauf und bei der Finanzierung unterschiedliche Nebenkosten, welche meist noch einmal +5%* und +10%* des Kaufpreises ausmachen.

Mit folgenden Nebenkosten sollten Sie bei Ihrer Immobilienfinanzierung rechnen:

  • Meist 3,5% der Bemessungsgrundlage als Grunderwerbssteuer (fällt bei jedem Immobilienkauf an)

  • 1,1% des Kaufpreises für die Eigentumseintragung im Grundbuch

  • Ca. 2,4% des Kaufpreises an Notarkosten für die Grundbucheintragung & Beglaubigung

  • Bis zu 3% der Finanzierungssumme an Bearbeitungsgebühren für die Bank

  • Optional 1,2% des Pfandbetrages für die Pfandrechtseintragung der Bank bei einer hypothekarischen Besicherung

  • Optional 3,6% des Immobilienkaufpreises an Maklergebühren

  • Optional 1-1,5% des Kaufpreises an Rechtsanwaltskosten für die Vertragserrichtung

*Diese Angabe dient als Richtwert. Wie hoch Ihre Nebenkosten genau sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag zum Thema Nebenkosten bei Finanzierung.

Wenn Sie sowohl Ihr Eigenkapital als auch die Finanzierungssumme kennen, können Sie Ihre Eigenmittelquote berechnen.

Beispiel zur Berechnung Ihrer Eigenmittelquote:
Finanzierungssumme: 250.000 €
Eigenmittel: 50.000 €

Eigenmittelquote in % = Eigenmittel / Finanzierungssumme

50.000 € / 250.000 € = 20% Eigenmittelquote

Unser Beispiel ergibt eine Eigenmittelquote von exakt 20%. Diese würde bei den meisten Banken für eine Kreditzusage (unter Annhame einer passenden Bonität) ausreichen.
Doch was ist, wenn Sie eine zu geringe Eigenmittelquote haben? Wie Sie Ihr Eigenkapital erhöhen können, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Wie Sie Ihre Eigenmittel erhöhen

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Eigenkapital für einen Immobilienkredit nicht ausreicht, haben Sie die vielleicht noch die Möglichkeit, Ihre Eigenmittel zu erhöhen.

Sie können zum Beispiel eine bestehende Lebensversicherung auflösen und als Eigenkapital in den Kredit einbringen. Dies sollte aber kein unüberlegter Schritt sein. Denn der Verkauf Ihrer Lebensversicherung rechnet sich nur, wenn die eingesparten Zinsen der Finanzierung höher sind als die Erträge, welche die Lebensversicherung in Zukunft eingebracht hätten.

Private  Darlehen

Auch die Aufnahmen von privaten Darlehen bei z. B. Familienmitgliedern oder Freunden erhöht Ihr Eigenkapital.

Achten Sie aber darauf, dass die Gesamtbelastung all Ihrer Kredite (Bankkredit und privates Darlehen) nicht Ihre finanziellen Möglichkeiten überschreitet. Berechnen Sie dazu am besten anhand einer Haushaltsrechnung, wie hoch Ihr monatliches Budget ist.

 

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