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Was sind Negativzinsen?

und welche Folgen haben Sie für Privatpersonen?

Wer Geld verleiht bekommt dafür Zinsen – So kennen wir es. Im Falle von Negativzinsen fallen die Zinsen am Markt jedoch ins Minus und der Gläubiger muss dem Schuldner Geld bezahlen.

Letzte Überarbeitung November 2022

Sabine Dobler

Sabine Dobler

Expertin bei Kreditfragen

1. Factbox Negativzins
2. Was sind Negativzinsen
3. Wen treffen Negativzinsen
4. Negativzinsen bei Sparguthaben

Factbox zum Thema Negativzinsen

✔ Bei Negativzinsen muss der Gläubiger (meistens die Bank) Zinsen an den Schuldner (=Kreditnehmer) zahlen
✔ Der EZB Einlagezins hat Einfluss auf andere Zinssätze wie z. B. der Euribor. Sollte der Einlagezins in den negativen Bereich fallen, kann es zu Negativzinsen kommen
✔ Laut OGH-Urteil dürfen Banken bei Sparkonten keine Negativzinsen erheben
Gut für Kreditnehmer – bei variablem Zinssatz muss der Negativzins vom Bankaufschlag abgezogen werden – es können Sollzinsen bis auf 0% und bei alten Kreditverträgen sogar darunter sinken
✔ Fixzinskredite werden bei Negativzinsen günstiger

Was versteht man unter Negativzinsen?

Negativzinsen oder manchmal auch Strafzinsen genannt, sind der Gegenpart zu positiven Zinsen.

Normalerweise bekommt der Kreditgeber (die Bank) die Zinszahlungen vom Schuldner bzw. Kreditnehmer. Gibt es einen Negativzins ist es genau umgekehrt: Der Kreditgeber schuldet dem Kreditnehmer die Zinsen.

Wie entstehen Negativzinsen?

Die Höhe der Zinsen für Kredite und Sparprodukte orientiert sich an der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Wenn die Konjunktur angekurbelt werden soll, werden die Zinsen von der EZB gesenkt, damit die Kreditvergabe an Unternehmen einfacher wird und mehr Investitionen getätigt werden können.
Die Senkung der Zinsen kann unter Umständen auch in den negativen Bereich reichen.

Es ist somit für Sparer besser, das Geld auszugeben, anstatt es auf der Bank zu horten und für Kreditnehmer interessant, einen Kredit aufzunehmen.

Wen können Negativzinsen treffen?

Wenn es zu Negativzinsen kommt, sind vor allem Geschäftsbanken davon betroffen. Denn wenn Geschäftsbanken Geld bei der EZB hinterlegen möchten, müssen diese die Negativzinsen zahlen.

Ob anschließend auch Sie als Verbraucher davon betroffen sind, hängt von der Bank ab. Manche Banken geben die Strafzinsen an die Kunden weiter. So müssen Sparer dann für Einlagen zahlen, wohingegen Kreditnehmer davon profitieren. Es ist immer wieder Gegenstand einer rechtlichen Debatte, ob Banken die Zinsen weitergeben dürfen oder nicht.

Wenn Sie einen Kredit mit variablen Zinsen haben, dann verringert sich durch den negativen Zins der zu zahlende Kreditzins (bis minimal 0%). Bei alten Kreditverträgen, kann es sogar unter Null gehen – also eine Reduktion der Kreditrate.

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Muss ich Negativzinsen für Sparguthaben bezahlen?

Als Besitzer eines Sparguthabens sehen Sie natürlich in den Negativzinsen die andere Seite des Regenbogens. Aber kein Grund zur Sorge, denn österreichische Banken dürfen keine negativen Zinsen auf private Sparkonten einführen.

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