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Nebenkosten beim Hauskauf

Das könnte Sie erwarten

Vom Notar bis zum Immobilienmakler – Beim Hauskauf warten so einige Nebenkosten auf Sie.

Was genau Sie noch erwartet und in welcher Höhe verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Letzte Überarbeitung Januar 2022

Sabine Dobler

Sabine Dobler

Expertin bei Kreditfragen

1. Kosten im Überblick
2. Maklergebühren
3. Gutachterkosten
4. Grundbucheintragung
5. Notarkosten
6. Grunderwerbsteuer

Die Kosten im Überblick

Vielen Immobilienkäufern ist nicht bewusst, welche Nebenkosten bei einem Hauskauf auf sie warten. 

Diese Nebenkosten sind vor allem für die Ermittlung der Finanzuerngssumme wichtig, denn das benötigte Kapital erhöht sich durch dei Nebenkosten spürbar.

Ein kurzer Überblick dazu:

  • Maklerkosten
    Fallen an, wenn Ihnen die Immobilie über einen Makler vermittelt wird
  • Gutachterkosten
    Für die Bewertung der Immobilie (z. B. für die Bank)
  • Grundbucheintragung
    Der Eigentümerwechsel muss im Grundbuch neu eingetragen werden
  • Notar- und Rechtsanwaltskosten
    Für die Vertragserrichtung und Beglaubigung
  • Grunderwerbsteuer
    Ist bei jedem Immobilienerwerb zu entrichten

Als Faustformel sollten Sie mit ca. 10% – 15% des Kaufpreises als Nebenkosten rechnen?

haus kaufen kosten

Die Maklerkosten beim Hauskauf

Wenn die Immobilie nicht privat, sondern über einen Immobilienmakler verkauft wird, dann fallen sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer Maklergebühren an.

Die Gebühr wird grundsätzlich in gleichen Teilen zwischen beiden Parteien aufgeteilt. Das bedeutet, Sie als Käufer und der Verkäufer bezahlen ungefähr gleich hohe Maklergebühren.

Wie hoch die Maklerkosten sind, hängt vom Makler selbst ab. Dieser verrechnet meist eine Gebühr von ca. 3,6% des Kaufpreises. Die genaue Höhe können Sie aber mit Ihrem Makler noch verhandeln.

Weitere Informationen zum Thema Maklerkosten beim Immobilienkauf finden Sie in diesem Beitrag zum Thema.

Tipp:

Immobilienmakler können die Höhe der Gebühren (bis zu einem bestimmten Rahmen) selbst vorgeben.

Daher sollten Sie auch immer über die Höhe der Maklergebühren verhandeln.

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Die Gutachterkosten

Beim Hauskauf wird ein Gutachter benötigt, um den Wert des Hauses festzustellen.

Der Immobilienwert wird zum einen dazu benötigt, den Zustand des Hauses einzuschätzen und einen möglichen Renovierungsbedarf festzustellen. Zum anderen benötigt die Bank den genauen Wert des Hauses für Ihre Finanzierung.

Gutachter werden grundsätzlich nach Aufwand verrechnet. Die Kosten liegen dabei meist bei rund 500 Euro.

Kosten der Grundbucheintragung

Beim Kauf eines Hauses müssen Sie als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden. Diese Änderung ist leider nicht kostenfrei.

Für die Eintragung des Eigentümerwechsels fällt eine Gebühr in Höhe von 1,1% des Immobilienkaufpreises an.

Die Pfandrechtseintragung

Sollten Sie die Immobilie über eine Hypothek finanzieren, fallen für die Pfandrechtseintragung der Bank noch weitere Kosten in Höhe von 1,2% des Pfandbetrages an.

Tipp:

Um die Gebühren für die Pfandrechtseintragung möglichst gering zu halten, sollten Sie mit der Bank immer den Pfandbetrag verhandeln. Bei geringen Pfandbeträgen lassen sich einige Euro einsparen.

Notar- und Rechtsanwaltskosten

Notarkosten:

Beim Kauf eines Hauses benötigen Sie einen Notar für die Grundbucheintragung und für die Beglaubigung der Unterschrift eines Kaufvertrages. In vielen Fällen übernimmt der Notar auch die Erstellung des Kaufvertrages.

Abhänig von den Aufgaben, die der Notar für Sie übernimmt, erfolgt die Höhe des Honorars.  In den meisten Fällen, beträgt das Honorar rund 2,4% des Kaufpreises. 

Rechtsanwaltskosten:

Ein Kaufvertrag kann auch von einem Rechtsanwalt erstellt werden. Diese setzen mit dem Honorar zwischen 1%-1,5 % des Kaufpreises an.

Tipp:

Mit Notaren oder Anwälten zu verhandeln ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Oftmals sind diese an Gebührenordnungen oder Kammervorgaben gebunden. Sie können vor der Auftragserteilung aber trotzdem über besondere Konditionen (vor allem bei hohen Summen) verhandeln.

Die Grunderwerbssteuer

Beim Erwerb einer Immobilie (egal ob Haus, Wohnung, Grundstück…) müssen Sie die Grunderwerbsteuer entrichten. Diese beträgt im Allgemeinen 3,5% der Bemessungsgrundlage.

Werden land- und forstwirtschaftliche Grundstücke innerhalb des Familienverbandes erworben, wird ein Steuersatz von 2% des Einheitswerts angewendet.

Die Bemessungsgrundlage
Die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbssteuer entspricht je nach Fall dem Grundstückswert oder dem Einheitswert.

Grundstückswert:
Der Grundstückswert Ihrer Immobilie kann unter anderem mittels Pauschalwertmodell oder geeignetem Immobilienpreisspiegel ermittelt werden.

Dieser dient in folgenden Fällen als Bemessungsgrundlage (Außnahme land- und forstwirtschaftliche Grundstücke):

  • Bei unentgeltlichem Erwerb (z.B. Schenkung)
  • Beim Erwerb durch einen Todesfall
  • Beim Erwerb innerhalb des Familienverbandes (Ehegatten, Verwandte, Geschwister, Kinder….)

Einheitswert:
Der Einheitswert ist ein festgesetzter Wert für ein Grundstück. Dieser Wert wird zu einem bestimmten Stichtag mit einem gesetzlich geregelten, standardisierten Verfahren festgelegt.

Dieser dient beim Erwerb von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken in folgenden Fällen als Bemessungsgrundlage:

  • Beim Erwerb innerhalb des Familienverbandes (Ehegatten, Verwandte, Geschwister, Kinder….)
  • Beim Erwerb durch einen Todesfall im Familienverband