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Aktuelle Zinsen & Informationen

bei Wohnkrediten bzw. Baufinanzierungen

Was sind die aktuellen Zinsen bei Wohnkrediten? Wie setzen sich die Zinsen zusammen und was sollten Sie beachten? Die Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Ratgeberbeitrag.

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Die wichtigsten Infos zusammengefasst:

Wenn Sie einen Wohnkredit aufnehmen, vereinbaren Sie mit dem Kreditgeber einen bestimmten Zinssatz, der auf das ausgeliehene Kapital angewendet wird.

Den Zinssatz, den Sie effektiv bezahlen, setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen (Basiszins bzw. Leitzins, Zinsaufschlag der Bank, Nebenkosten). Dieser für Sie spürbare Zinssatz wird Effektivzins genannt. 

Der Effektivzins eignet sich am, besten um Finanzierungsangebote miteinander zu vergleichen.

Der Zinsaufschalg der Bank ist einerseits von Ihrer Bonität, der Laufzeit und der Art des Kredits abhängig.

Als Basiszins wird in Österreich und Deutschland meist der Euribor für Wohnkredite und Baufinanzierungen verwendet.

Die Zinssätze können bei Immobilienfinanzierungen entweder fest oder variabel gewählt werden. Ein fester Zinssatz bleibt über die gesamte Laufzeit des Kredits konstant, während ein variabler Zinssatz sich basierend auf bestimmten Referenzzinssätzen oder Marktbedingungen ändern kann.

Zusammensetzung Zinssatz

Bestandteile des Zinssatzes

Die Zinsen bei Wohnkrediten setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die sowohl vom Kreditnehmer als auch von externen Faktoren beeinflusst werden. Hier sind die Hauptfaktoren, die die Höhe der Zinsen bestimmen:

Basiszins

Basis einer Verzinsung bildet immer ein sogenannter Basis Zins bzw. Leitzins. In Österreich bzw. im Euro-Raum wird dafür meist der Euribor herangezogen. Wenn die EZB (Europäische Zentralbank) die Leitzinsen erhöht, steigen in der Regel auch die Zinssätze für Wohnkredite, da die Kreditgeber ihre Kosten decken müssen. Umgekehrt können gesenkte Leitzinsen zu niedrigeren Wohnkreditzinsen führen, was die Kreditvergabe und den Immobilienmarkt stimulieren kann.

Euribor als Basiszins

Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist ein täglich veröffentlichter Referenzzinssatz, der den durchschnittlichen Zinssatz angibt, zu dem eine Auswahl von Banken bereit ist, sich gegenseitig unbesicherte Kredite in Euro zu gewähren.

Beim Euribor gibt es verschiedene Laufzeiten, die sich auf den Durchrechnungszeitraum des Leitzinses beziehen. Die am häufigsten verwendeten Laufzeiten 3 Monate, 6 Monate und 12 Monate. Für Baufinanzierungen und Wohnkredite werden oft längere Laufzeiten bevorzugt, da sie eine gewisse Stabilität und Planungssicherheit bieten.

Zinsaufschlag der Bank

Die Bank , die Ihnen einen Kredit gewährt, schlägt auf den Basiszins noch einen eigenen Anteil auf. Dieser Zinsaufschlag stellt für die Bank die Einnahmen dar. Wie hoch der Zinsaufschlag sich gestaltet ist von der Bank, Ihrer Bonität, den Kreditsicherheiten, der Laufzeit sowie der Art des Kredits abhängig.

Hinweis: Den Zinsaufschlag können Sie mit einer Bank verhandeln.

Günstiger Zinsaufschlag?
  • Kreditnehmer mit einer guten Kreditwürdigkeit erhalten in der Regel günstigere Zinssätze, da sie als weniger risikoreich für den Kreditgeber gelten.
  • Kreditnehmer die zusätzliche Kreditsicherheiten anbieten können, erhalten meist auch bessere Konditionen.
  • Kürzere Laufzeiten führen oft zu niedrigeren Zinssätzen, während längere Laufzeiten mit höheren Zinssätzen einhergehen können.
  • Variable Zinssätze sind meist günstiger, bieten aber weniger Planungssicherheit.

Nominalzins

Aus dem Basiszins und dem Aufschlag der Bank ergibt sich der Nominalzinssatz. Der Nominalzins stellt den reinen Zinssatz dar, den der Kreditnehmer an den Kreditgeber zu zahlen hat.

Nebenkosten

Die Nebenkosten umfassen alle zusätzlichen Kosten, die bei der Aufnahme eines Kredits anfallen können. Dazu gehören verschiedene Gebühren und Aufwendungen, die oft nicht im Nominalzins enthalten sind, aber den tatsächlichen finanziellen Aufwand des Kreditnehmers beeinflussen.

Hinweis: Die Kreditnebenkosten können Sie mit einer Bank verhandeln.

Beispiele für Nebenkosten
  • Bearbeitungsgebühren: Diese Gebühren werden von vielen Kreditgebern erhoben, um die Kosten für die Bearbeitung des Kreditantrags zu decken.

  • Provisionen: Einige Kreditgeber verlangen Provisionen oder Vermittlungsgebühren für die Vermittlung des Kredits.

  • Kontoführungsgebühren: Dies sind Gebühren, die für die Führung des Darlehenskontos erhoben werden können.

  • Versicherungsprämien: Kreditgeber können den Abschluss einer Kreditversicherung oder Restschuldversicherung verlangen, um sich gegen das Risiko von Zahlungsausfällen abzusichern. Die Prämien für solche Versicherungen erhöhen die Gesamtkosten des Kredits.

  • Andere Gebühren und Kosten: Es können auch andere Gebühren und Kosten anfallen, wie z.B. Schätzgebühren, Notargebühren, Grundbuchkosten und Steuern.

Effektivzinssatz

Der Effektivzins ist der tatsächliche Zinssatz, den der Kreditnehmer über die gesamte Laufzeit eines Kredits zahlt. Er berücksichtigt nicht nur den Nominalzins, sondern auch alle zusätzlichen Kosten wie Gebühren, Provisionen und Versicherungsprämien, die mit dem Kredit verbunden sind. Der Effektivzins ermöglicht es dem Kreditnehmer, die Gesamtkosten verschiedener Kreditangebote zu vergleichen und diejenige mit den niedrigsten Gesamtkosten auszuwählen.

Wie Sie Finanzierungsangebote am besten vergleichen, erfahren Sie im folgednen Ratgeberbeitrag: 

Kredite richtig vergleichen – Diese Werte sind wichtig… (immobilie-finanzieren.at)

Aktuelle Zinsen |2024| in Österreich

Wie bereits erwähnt, ist der Leitzins Euribor maßgeblich für die Verzinsung eines Kredits verantwortlich. Über die folgenden Links erfahren Sie den aktuellen Stand des jeweiligen Euribor-Werts.

3 Monats Euribor
6 Monats Euribor
3 Monats Euribor

Top-Konditionen für Zinsaufschlag

Wenn Sie Top-Konditionen für eine Immobilienfinanzierung suchen, dann stellen Sie eine Anfrage über unser Finanzierungsformular. Unsere Experten finden das passende Zinsangebot, dass zu Ihnen passt.

Fixzins vs. Variabler Zins

Bei der Auswahl eines Wohnkredits müssen Sie entscheiden, ob Sie einen Fixzins oder einen variablen Zins bevorzugen. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, und die richtige Wahl hängt von verschiedenen Faktoren ab:

rate fixer zinssatz

Fix- oder auch Festzins

Ein Fixzins bedeutet, dass der Zinssatz über die gesamte Laufzeit des Kredits konstant bleibt. Dies bietet Planungssicherheit, da sich Ihre monatlichen Raten nicht ändern, unabhängig von Marktschwankungen.

Vor- und Nachteile von Fixzinsen:

+ Fixzinsen bieten Ihnen die Gewissheit, dass Ihre monatlichen Zahlungen während der gesamten Laufzeit des Kredits konstant bleiben.

– Fixzinsen können anfänglich höher sein als variable Zinsen, insbesondere wenn die aktuellen Marktzinsen niedrig sind. Dies bedeutet, dass Sie möglicherweise mehr zahlen als jemand mit einem variablen Zins, wenn die Zinssätze niedriger werden.

 

rate variabler zinssatz

Variabler Zins

Ein variabler Zins hingegen kann sich im Laufe der Zeit ändern, basierend auf externen Faktoren wie Änderungen der Leitzinsen oder des Marktumfelds. Während variable Zinsen oft niedriger beginnen können als Festzinsen, besteht das Risiko, dass sie sich erhöhen und Ihre monatlichen Raten unvorhersehbar machen.

Vor- und Nachteile von variablen Zinsen:

+ Variable Zinsen können anfangs niedriger sein als Festzinsen, was zu niedrigeren monatlichen Raten führt und Ihnen Geld sparen kann.

– Das Risiko bei variablen Zinsen besteht darin, dass sie steigen können, was zu höheren monatlichen Raten und insgesamt höheren Kosten führt. Dies kann zu finanzieller Unsicherheit führen, insbesondere wenn Sie sich nicht auf mögliche Zinserhöhungen vorbereiten können.

Die Auswahl

Die Wahl zwischen Fixzins und variablem Zins hängt auch von Ihrer persönlichen Finanzsituation und Ihrer Risikobereitschaft ab. Wenn Sie eine langfristige finanzielle Planung bevorzugen und sich vor unvorhersehbaren Zinsänderungen schützen möchten, ist ein Fixzins möglicherweise die bessere Wahl. Wenn Sie jedoch von anfänglich niedrigeren Zinsen profitieren möchten und bereit sind, das Risiko steigender Zinsen zu tragen, könnte ein variabler Zins attraktiver sein.

In der Regel hilft es, sich von einem Profi ein passendes Finanzierungskonzept erstellen zu lassen.

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Auswahl des passenden Zinsangebots 

Die Auswahl eines Wohnkredits ist eine wichtige finanzielle Entscheidung, die sorgfältige Überlegung erfordert. Hier sind einige wichtige Faktoren, die Sie bei der Auswahl eines Kredits berücksichtigen sollten:

Vergleich von Zinssätzen verschiedener Kreditanbieter

Es ist ratsam, die Zinssätze verschiedener Kreditgeber zu vergleichen, um die besten Konditionen für Ihren Wohnkredit zu erhalten. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur den nominalen Zinssatz, sondern auch den effektiven Jahreszins, der zusätzliche Kosten wie Bearbeitungsgebühren oder Provisionen einschließt.

Berücksichtigung von Zusatzkosten wie Gebühren und Versicherungen

Neben den Zinsen sollten Sie auch andere Kostenfaktoren wie Bearbeitungsgebühren, Kontoführungsgebühren oder Versicherungsprämien berücksichtigen. Diese können die Gesamtkosten Ihres Kredits erheblich beeinflussen und sollten in Ihre Entscheidung einbezogen werden.

Flexibilität der Rückzahlungsbedingungen und Optionen zur Zinsanpassung

Überprüfen Sie die Rückzahlungsbedingungen des Kredits und prüfen Sie, ob der Kreditgeber Ihnen flexible Optionen wie vorzeitige Tilgung, Sondertilgungen oder eine Anpassung der Zinsen während der Laufzeit anbietet. Diese Flexibilität kann Ihnen helfen, Ihren Kredit schneller abzubezahlen und Geld zu sparen.

Bedeutung einer soliden Bonität und wie sie sich auf die Zinsen auswirkt

Ihre Bonität oder Kreditwürdigkeit spielt eine wichtige Rolle bei der Bestimmung der Zinssätze für Ihren Wohnkredit. Eine gute Bonität kann Ihnen helfen, niedrigere Zinssätze zu erhalten, während eine schlechte Bonität zu höheren Zinssätzen führen kann. Es lohnt sich daher, Ihre Kreditwürdigkeit zu verbessern, bevor Sie einen Kredit beantragen, indem Sie Ihre Schulden rechtzeitig begleichen und eine positive Kreditgeschichte aufbauen.

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Unser Autor

Kredit umschulden
Tim Andersson

Tim Andersson ist ein erfahrener Experte für Immobilienfinanzierungen & Umschuldungen in Österreich.

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