Wärmepumpe finanzieren
Raus aus Öl und Gas, rein in die Wärmepumpe. Wir zeigen Ihnen, was die Anlage kostet, welche Finanzierung passt und welche Förderung in Ihrem Bundesland einen großen Teil davon übernimmt.
Was kostet eine Wärmepumpe?
Eine pauschale Zahl gibt es nicht. Den Preis bestimmen vor allem zwei Faktoren: die Art der Wärmepumpe und der Aufwand, um die Wärmequelle zu erschließen.
Für die Wärmepumpe selbst sollten Sie mit rund 8.500 bis 16.500 Euro rechnen. Für die Erschließung der Wärmequelle kommen je nach Technik zwischen 1.000 und 13.000 Euro hinzu.
Die gute Nachricht: Ein Teil dieser Kosten wird über staatliche Förderungen und die Wohnbauförderung der Bundesländer übernommen. Was am Ende selbst zu finanzieren bleibt, fällt damit oft deutlich kleiner aus.
Kostenübersicht Wärmepumpe
| Art der Wärmepumpe | Kosten für die Wärmepumpe* | Kosten für die Installation* |
|---|---|---|
| Luftwärmepumpe | 8.500 - 17.500 € | ab 1.000 € |
| Erdwärmepumpe (Kollektoren) | 12.500 - 16.500 € | 3.000 - 6.000 € |
| Erdwärmepumpe (Sonde) | 12.500 - 16.500 € | 7.000 - 14.000 € |
| Grundwasser-Wärmepumpe | 9.500 - 13.500 € | 5.000 - 8.000 € |
*Die angegebenen Werte sind aktuelle Schätzwerte zum 14.06.2023. Die tatsächlichen Preise hängen von Ihrer Situation, der benötigten Heizleistung und weiteren Voraussetzungen ab.
Möglichkeiten der Finanzierung
Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Welcher zu Ihnen passt, hängt von Summe, Laufzeit und davon ab, ob Ihre Immobilie als Sicherheit dient. Hier die vier gängigen Varianten mit ihren Stärken und Schwächen.
Konsumkredit
Sie finanzieren die Wärmepumpe über einen frei verwendbaren oder zweckgebundenen Konsumkredit. Schnell, unkompliziert und meist ohne Eintragung im Grundbuch.
Immobilienkredit
Mit einem klassischen Immobilien- oder Wohnkredit lassen sich Sanierung, Umbau und Renovierung mitfinanzieren. Günstigere Konditionen, dafür meist mit Besicherung.
Förderung
Bund, Länder und Gemeinden unterstützen den Umstieg auf die Wärmepumpe. Das senkt die Anschaffungskosten und damit Ihren Kapitalbedarf spürbar.
Leasing
Manche Anbieter vermieten die Wärmepumpe gegen eine monatliche Rate, oft inklusive Wartung. Geringe Anfangskosten, dafür gehört die Anlage Ihnen nicht.
Konsumkredit: schnell und flexibel
Dafür: Ohne Förderung gelten keine staatlichen Vorgaben. Die Auszahlung läuft schnell und unkompliziert, eine hypothekarische Besicherung ist oft nicht nötig.
Dagegen: Die Konditionen sind in der Regel schlechter als bei einer Baufinanzierung. Die Kredithöhe ist meist auf rund 75.000 Euro begrenzt, die Laufzeit oft auf maximal 10 Jahre.
Immobilienkredit: günstiger, aber gebunden
Dafür: Die Zinsen sind meist niedriger als beim Konsumkredit und höhere Summen sind möglich. Unter Umständen lohnt sich eine Umschuldung oder Zusammenlegung mit einem bestehenden Kredit.
Dagegen: Häufig braucht es eine hypothekarische Besicherung, was Zusatzkosten verursacht. Die Prüfung durch die Bank kann länger dauern und der Kredit ist oft fest an die Maßnahme gebunden.
Förderung als Hebel
- Dafür: Günstigere Gesamtkosten und ein geringerer Kapitalbedarf, weil ein Teil der Anschaffung übernommen wird.
- Dagegen: Der Antrag muss vor der Anschaffung gestellt werden, die Vorgaben sind exakt einzuhalten und selten wird der volle Betrag gefördert.
Leasing als Alternative
- Dafür: Geringe Anfangsausgaben, oft inklusive Störungsservice und Wartung. Sie zahlen eine monatliche Rate und nutzen die Anlage.
- Dagegen: Insgesamt teurer als der Kauf, eine lange Bindung von 10 bis 15 Jahren und die Wärmepumpe gehört am Ende nicht Ihnen.
Passender Kredit für Ihre Wärmepumpe
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Kreditangebote anfordernFinanzierungsbeispiel
Das folgende Beispiel zeigt, was es kosten kann, ein Heizsystem auf eine Wärmepumpe umzustellen und das Ganze über einen Kredit zu finanzieren. Angeführt sind die monatlichen Raten einmal für eine Laufzeit von 5 Jahren und einmal für 10 Jahre.
Ersparnis möglich?
Eine über Kredit finanzierte Wärmepumpe kann sich trotz der Kreditkosten rechnen. Durch günstigere Heizkosten amortisiert sich die Anschaffung oft schon in kurzer Zeit, selbst wenn die Raten mitlaufen.
5 Jahre Laufzeit
Repräsentatives Berechnungsbeispiel mit einem Kreditbetrag von 18.000 € und einer Laufzeit von 5 Jahren: Die monatliche Rate beträgt 356,34 € bei einem Sollzinssatz von 6,99 % p.a. variabel. Der Gesamtkreditbetrag entspricht 18.000 €, die Gesamtkosten betragen 3.380 € (inklusive Zinsen, Provisionen, Abgaben und Kosten jeder Art), der effektive Jahreszins 7,218 % p.a., der zu zahlende Gesamtbetrag 21.380 €, keine Bearbeitungs- oder Bonitätsabfragegebühr, kein Kontoführungsentgelt. Stand: Oktober 2022
10 Jahre Laufzeit
Repräsentatives Berechnungsbeispiel mit einem Kreditbetrag von 18.000 € und einer Laufzeit von 10 Jahren: Die monatliche Rate beträgt 208,90 € bei einem Sollzinssatz von 6,99 % p.a. variabel. Der Gesamtkreditbetrag entspricht 18.000 €, die Gesamtkosten betragen 7.068 € (inklusive Zinsen, Provisionen, Abgaben und Kosten jeder Art), der effektive Jahreszins 7,218 % p.a., der zu zahlende Gesamtbetrag 25.068 €, keine Bearbeitungs- oder Bonitätsabfragegebühr, kein Kontoführungsentgelt. Stand: Oktober 2022
Was ist bei der Finanzierung wichtig?
Diese vier Punkte machen bei der Finanzierung einer Wärmepumpe oft den Unterschied zwischen teuer und clever.
Eintragung im Grundbuch kostet
Eine Eintragung im Grundbuch verursacht immer Kosten. Wählen Sie wenn möglich ein Angebot, bei dem die Bank darauf verzichtet.
Schnell ist besser
Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist hoch. Wer zuerst bestellt, wird von den Anbietern bevorzugt. Gibt Ihre Bank erst nach einem Monat eine Zusage oder verzögert sich die Auszahlung, können Preise und Verfügbarkeit sich bis dahin verschlechtert haben.
Sondertilgungen können Sinn machen
Da die Summe für eine Wärmepumpe eher klein ausfällt, lohnt sich oft ein Kredit mit kostenfreien Sondertilgungen. So zahlen Sie ganz oder teilweise früher zurück, ohne Vorfälligkeitsentschädigung.
Gleich auch umschulden?
Ist Ihre Immobilie bereits mit einem Kredit belastet, lohnt der Blick aufs große Ganze. Oft senkt eine Umschuldung oder Anschlussfinanzierung, die die Wärmepumpe gleich einschließt, die Gesamtbelastung oder bringt bessere Konditionen.
Förderungen im Überblick
Bund, Länder und Gemeinden fördern den Umstieg auf die Wärmepumpe kräftig. Hier finden Sie die wichtigsten Programme mit Direktlink zum jeweiligen Antrag.
Bundesweite Förderungen im Überblick
Ein- & Zweifamilienhaus
Einkommensschwache Haushalte
Mehrgeschossiger Wohnbau
Förderungen der Bundesländer im Überblick
Auf der Suche nach der passenden Finanzierung?
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