6 Fehler beim Immobilienkauf
Immer wieder stolpern Käufer über dieselben Fehler. Das kostet keine göttliche Gnade, aber jede Menge Geld. Diese sechs Sünden sollten Sie sich sparen.
Diese Sünden sollten Sie nicht begehen
Ein Immobilienkauf ist für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens. Genau deshalb sind Fehler hier besonders teuer.
Die gute Nachricht: Die häufigsten Fehler sind bekannt. Wer sie kennt, geht ihnen aus dem Weg. Wir zeigen Ihnen die sechs Klassiker, die viele Käufer Tausende Euro kosten, und wie Sie es besser machen.
Letzte Überarbeitung Februar 2023
Keine professionelle Prüfung
Wer ungeprüft kauft, kauft die Katze im Sack. Substanz, Preis, Lage, Kaufvertrag und Grundbuch gehören vor der Unterschrift auf den Tisch.
Objekt und Lage prüfen
Lassen Sie Objektsubstanz, Preis und Lage fachlich beurteilen. Verzichten Sie auf keinen Fall auf die professionelle Prüfung der Immobilie. Sonst wartet schnell die ein oder andere böse Überraschung.
Vertrag und Grundbuch checken
Kaufvertrag und Grundbuch verraten, was Sie wirklich kaufen. Lasten, Servitute oder offene Eintragungen entdecken Sie nur, wenn Sie genau hinsehen oder hinsehen lassen.
Bankangebote vergleichen
Vergessen Sie auch bei der Finanzierung nicht, mehrere Bankangebote einzuholen und zu vergleichen. Hier lassen sich oft mehrere 10.000 Euro sparen.
„Mehr geht immer!“
Eine Immobilie ist ein Statussymbol, keine Frage. Trotzdem sollten Sie nicht zu viel in das Motto „Mehr geht immer“ investieren.
Eine Wohnung oder ein Haus soll vor allem zweckmäßig sein. Achten Sie auf die alltäglichen Dinge: Nähe zu Schulen, eine ruhige und sichere Lage. Und darauf, dass nach der monatlichen Kreditrate noch genug Geld für ein sorgenfreies Leben bleibt.
Schnäppchenjäger
„Jeder Euro zählt“ ist beim Wocheneinkauf ein guter Vorsatz. Beim Immobilienkauf wird er schnell teuer.
Zustand und Qualität schlagen den Preis
Renovierungskosten ehrlich einrechnen
Sich nicht vom Schnäppchen blenden lassen
Überlegen Sie genau: Wollen Sie lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen, oder bereiten Sie sich gleich auf die Renovierungsarbeiten vor? Ein vermeintliches Schnäppchen, das saniert werden muss, ist am Ende oft das teurere Objekt.
Falsche finanzielle Selbsteinschätzung
Ein Außenpool im großen Garten, eine Sauna im Keller, ein luxuriöses Schlafzimmer. Schön lässt es sich träumen, schlecht aber finanzieren.
Behalten Sie bei der Objektsuche immer Ihre finanziellen Möglichkeiten im Blick. Beschäftigen Sie sich ehrlich mit der Frage „Was kann ich mir leisten?“ und finden Sie heraus, was wirklich Ihrem Budget entspricht.
Falsche Dokumentation
Tag der Schlüsselübergabe, doch halt: Wo ist der neue Herd? Was nicht schriftlich steht, ist im Zweifel nicht vereinbart.
Alles schriftlich festhalten
Egal ob Neubau oder Bestand: Wünsche, die Sie mit dem Verkäufer mündlich vereinbaren, gehören immer schriftlich festgehalten.
Handschlag reicht nicht
Ein Handschlag ist vielleicht nett, rechtlich aber nicht unbedingt sinnvoll. Verlassen Sie sich nicht allein auf das gesprochene Wort.
Inventarliste in den Vertrag
Am besten nehmen Sie eine Inventarliste mit allen Sonderwünschen direkt in den Kaufvertrag auf. So erwartet Sie bei der Übergabe keine böse Überraschung.
Tagträume
Natürlich dürfen Sie davon träumen, im Whirlpool auf dem Balkon zu liegen, ein kühles Feierabendbier in der Hand, den Sonnenuntergang vor Augen. Solche Träume führen aber oft zu teuren Sonderwünschen, die ebenfalls finanziert werden müssen. Eine luxuriöse Ausstattung hängt immer auch von einem prallen Geldbeutel ab.
Und: Es ist nicht immer klug, von Anfang an die beste Ausstattung zu kaufen. Oft ändert sich die Sichtweise auf Wohnung oder Haus, sobald Sie darin wohnen. Im „Worst Case“ tauschen Sie nach zwei bis drei Jahren teure Einrichtungsgegenstände gegen praktischere Lösungen aus.
Fragen rund um den Immobilienkauf
Lohnt sich eine professionelle Prüfung der Immobilie wirklich?
Ja. Objektsubstanz, Preis, Lage, Kaufvertrag und Grundbuch fachlich prüfen zu lassen, schützt vor versteckten Mängeln und falschen Preisen. Die Kosten der Prüfung sind klein gegen die möglichen Folgekosten.
Wie viel sollte ich für eine Immobilie ausgeben?
So viel, dass nach der monatlichen Kreditrate noch genug für ein sorgenfreies Leben bleibt. Klären Sie ehrlich, was Ihrem Budget entspricht, statt sich am Motto „Mehr geht immer“ zu orientieren.
Sind günstige Immobilien immer ein gutes Geschäft?
Nicht zwingend. Ein niedriger Preis kann hohe Renovierungskosten verdecken. Zustand und Qualität sind am Ende wichtiger als der reine Kaufpreis.
Warum sollte ich Sonderwünsche schriftlich vereinbaren?
Weil mündliche Zusagen rechtlich schwer durchsetzbar sind. Nehmen Sie alle Sonderwünsche samt Inventarliste in den Kaufvertrag auf, dann gibt es bei der Übergabe keine Diskussion.
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