Ratgeber

Eigenkapital & Bonität

Eigenkapital und Bonität entscheiden über Kreditzusage und Zinssatz. Sie bilden das Fundament jeder Immobilienfinanzierung: Je solider Ihre Eigenmittel und je stabiler Ihre wirtschaftliche Lage, desto eher sagt die Bank zu und desto besser fallen die Konditionen aus. In diesem Überblick ordnen wir die wichtigsten Fragen ein, von der ersten Selbsteinschätzung bis zur konkreten Kreditzusage. Wer früh versteht, worauf Banken achten, geht mit realistischen Erwartungen in den Vergleich der Angebote.

Zunächst stellt sich die Grundfrage, was überhaupt zum Eigenkapital zählt. Neben Erspartem können auch Eigenleistungen oder ein bereits vorhandenes Grundstück als Eigenkapital eingebracht werden. Wie viel Sie tatsächlich mitbringen sollten, hängt von der Immobilie und der Bank ab: Unser Überblick dazu, wie viel Eigenkapital für einen Kredit nötig ist, hilft bei der Einordnung. Und falls die Rücklagen knapp sind, zeigt der Beitrag zur Finanzierung mit wenig Eigenkapital, welche Spielräume bleiben.

Wie Banken Ihre Bonität prüfen

Auf der zweiten Seite steht die Bonität. Banken bewerten im Rahmen der Bonitätsprüfung Ihre Zahlungsfähigkeit und stellen über die Haushaltsrechnung regelmäßige Einnahmen den Ausgaben gegenüber. Entscheidend ist dabei das Haushaltseinkommen, also alle Einkünfte, die zur Rückzahlung beitragen. Wenn Sie vorab abschätzen möchten, in welchem Rahmen Sie sich bewegen, lohnt der Blick darauf, wie viel Kredit Sie sich leisten können.

Im Antragsprozess fordern Banken meist eine Selbstauskunft an und ermitteln über den Beleihungswert der Immobilie, welchen Betrag sie als Sicherheit ansetzen. Den Rahmen für all das geben die Mindeststandards für Wohnkredite vor, die in Österreich verbindlich gelten. Kommt es dennoch zu einer Absage, müssen Sie das nicht als Endpunkt sehen: Der Beitrag dazu, was hilft, wenn die Finanzierung abgelehnt wurde, zeigt mögliche Wege zu einem neuen, tragfähigen Angebot.