Aktuelle Zinsen bei Wohnkrediten
Wie hoch sind die Zinsen wirklich, wie setzen sie sich zusammen und worauf kommt es an? Hier bekommen Sie den klaren Überblick für Ihre Baufinanzierung.
Die wichtigsten Infos zum Kreditzins
Das Wichtigste vorab, kurz und klar. So funktioniert der Zinssatz, der über die Kosten Ihrer Finanzierung entscheidet.
Zins auf das geliehene Kapital
Bei jedem Wohnkredit vereinbaren Sie mit der Bank einen Zinssatz, der auf das ausgeliehene Kapital angewendet wird. Er bestimmt, was die Finanzierung kostet.
Drei Bausteine ergeben den Zins
Der Zins, den Sie effektiv zahlen, setzt sich aus Basiszins (Leitzins), Zinsaufschlag der Bank und Nebenkosten zusammen. Diese Summe heißt Effektivzins.
Effektivzins macht vergleichbar
Wollen Sie Finanzierungsangebote ehrlich gegenüberstellen, schauen Sie auf den Effektivzins. Er bündelt alle Kosten in einer Zahl.
Ihre Bonität zählt
Der Zinsaufschlag der Bank hängt von Ihrer Bonität, der Laufzeit und der Art des Kredits ab. Wer weniger Risiko mitbringt, zahlt weniger Zins.
Der Euribor als Basis
In Österreich und Deutschland dient meist der Euribor als Basiszins für Wohnkredite und Baufinanzierungen.
Fix oder variabel
Den Zinssatz wählen Sie fest oder variabel. Ein Fixzins bleibt über die Laufzeit konstant, ein variabler Zins folgt den Referenzzinssätzen und kann sich ändern.
Bestandteile des Zinssatzes
Der Zins bei einem Wohnkredit ist kein einzelner Wert, sondern setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Manche bestimmen Sie selbst mit, andere gibt der Markt vor. Diese Faktoren entscheiden über die Höhe Ihres Zinssatzes.
Basiszins
Jede Verzinsung beginnt mit einem Basiszins, dem sogenannten Leitzins. In Österreich und im gesamten Euro-Raum wird dafür meist der Euribor herangezogen. Hebt die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins an, steigen in der Regel auch die Wohnkreditzinsen. Senkt sie ihn, werden Finanzierungen günstiger und der Immobilienmarkt bekommt Rückenwind.
Euribor als Basiszins
Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist ein täglich veröffentlichter Referenzzinssatz. Er gibt den durchschnittlichen Zins an, zu dem ausgewählte Banken bereit sind, sich gegenseitig unbesicherte Kredite in Euro zu gewähren.
Es gibt ihn in verschiedenen Laufzeiten, die sich auf den Durchrechnungszeitraum beziehen. Am gebräuchlichsten sind 3 Monate, 6 Monate und 12 Monate. Für Baufinanzierungen und Wohnkredite werden oft längere Laufzeiten bevorzugt, weil sie mehr Stabilität und Planungssicherheit bieten.
Zinsaufschlag der Bank
Auf den Basiszins legt die Bank ihren eigenen Anteil drauf. Dieser Zinsaufschlag ist die Einnahme der Bank. Wie hoch er ausfällt, hängt vom Institut, Ihrer Bonität, den Kreditsicherheiten, der Laufzeit und der Art des Kredits ab.
Wovon hängt ein günstiger Zinsaufschlag ab?
Eine gute Kreditwürdigkeit bringt in der Regel günstigere Zinssätze, weil Sie für die Bank weniger Risiko bedeuten.
Zusätzliche Kreditsicherheiten verbessern Ihre Konditionen oft spürbar.
Kürzere Laufzeiten führen häufig zu niedrigeren Zinssätzen, längere Laufzeiten eher zu höheren.
Variable Zinssätze sind meist günstiger, bieten aber weniger Planungssicherheit.
Vom Basiszins zum Effektivzins
Nominalzins
Aus Basiszins und Bankaufschlag ergibt sich der Nominalzins. Er ist der reine Zinssatz, den Sie an die Bank zahlen, ohne weitere Kosten.
Nebenkosten
Dazu kommen zusätzliche Kosten bei der Kreditaufnahme, die oft nicht im Nominalzins stecken, den tatsächlichen Aufwand aber erhöhen. Auch diese lassen sich teils mit der Bank verhandeln.
Effektivzinssatz
Der Effektivzins ist der tatsächliche Zinssatz über die gesamte Laufzeit. Er enthält den Nominalzins plus alle Zusatzkosten wie Gebühren, Provisionen und Versicherungsprämien, und macht Angebote vergleichbar.
Welche Nebenkosten können anfallen?
Bearbeitungsgebühren: für die Bearbeitung des Kreditantrags, von vielen Banken erhoben.
Provisionen: manche Kreditgeber verlangen Vermittlungsgebühren für den Kredit.
Kontoführungsgebühren: für die Führung des Darlehenskontos.
Versicherungsprämien: etwa für eine Restschuldversicherung gegen Zahlungsausfälle. Solche Prämien erhöhen die Gesamtkosten.
Weitere Kosten: zum Beispiel Schätzgebühren, Notargebühren, Grundbuchkosten und Steuern.
Aktuelle Zinsen 2026 in Österreich
Der Leitzins Euribor ist maßgeblich für die Verzinsung Ihres Kredits. Über die folgenden Diagramme sehen Sie den aktuellen Stand des jeweiligen Euribor-Werts.
3-Monats-Euribor
Aktuellen Wert ansehen
6-Monats-Euribor
Aktuellen Wert ansehen
12-Monats-Euribor
Aktuellen Wert ansehen
Top-Konditionen für Ihren Zinsaufschlag
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Fixzins vs. variabler Zins
Bei jedem Wohnkredit entscheiden Sie: fester oder variabler Zins? Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Die richtige Wahl hängt von Ihrer Lage und Ihrer Risikobereitschaft ab.
Fix- oder Festzins
Ein Fixzins bleibt über die gesamte Laufzeit konstant. Das schafft Planungssicherheit, denn Ihre Rate ändert sich nicht, egal wie der Markt schwankt.
- Plus: Ihre monatlichen Zahlungen bleiben über die gesamte Laufzeit gleich. Volle Planbarkeit.
- Minus: Fixzinsen starten oft höher als variable Zinsen. Fallen die Marktzinsen, zahlen Sie unter Umständen mehr als bei einem variablen Modell.
Variabler Zins
Ein variabler Zins bewegt sich mit dem Markt, etwa mit dem Leitzins. Er startet häufig niedriger als ein Fixzins, kann aber steigen und Ihre Rate schwer kalkulierbar machen.
- Plus: Anfangs oft niedriger als ein Festzins, das senkt die Monatsrate und kann Geld sparen.
- Minus: Steigen die Zinsen, steigt Ihre Rate. Das kann zu höheren Gesamtkosten und finanzieller Unsicherheit führen.
Die Auswahl
Welcher Zins zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Finanzsituation und Ihrer Risikobereitschaft ab. Planen Sie langfristig und wollen sich vor unvorhersehbaren Zinsänderungen schützen, ist ein Fixzins meist die bessere Wahl.
Wollen Sie dagegen von anfänglich niedrigeren Zinsen profitieren und sind bereit, das Risiko steigender Zinsen zu tragen, kann ein variabler Zins attraktiver sein.
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Die Wahl eines Wohnkredits ist eine wichtige Entscheidung, die sorgfältige Überlegung verdient. Diese vier Faktoren sollten Sie immer prüfen.
Zinssätze vergleichen
Stellen Sie die Konditionen mehrerer Kreditgeber gegenüber. Schauen Sie nicht nur auf den Nominalzins, sondern auf den effektiven Jahreszins inklusive Gebühren und Provisionen.
Zusatzkosten einrechnen
Bearbeitungs- und Kontoführungsgebühren oder Versicherungsprämien beeinflussen die Gesamtkosten erheblich. Beziehen Sie sie in Ihre Entscheidung ein.
Flexibilität prüfen
Achten Sie auf flexible Rückzahlung: vorzeitige Tilgung, Sondertilgungen oder Zinsanpassungen während der Laufzeit. So zahlen Sie den Kredit schneller ab und sparen.
Bonität stärken
Ihre Kreditwürdigkeit bestimmt den Zinssatz stark mit. Eine gute Bonität senkt den Zins. Schulden rechtzeitig begleichen und eine saubere Kreditgeschichte aufbauen lohnt sich vor dem Antrag.
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