Hausbau in Österreich

Was kostet es, ein Haus zu bauen?

Hausbau-Kosten in Österreich, ehrlich aufgeschlüsselt: vom Grundstück über den Rohbau bis zu den Posten, die in fast jeder Kalkulation fehlen. Mit Beispielrechnungen für drei Regionen und der Antwort auf die eigentliche Frage, ob Sie sich das leisten können.

Kurzantwort

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn Sie ein Einfamilienhaus in Österreich planen, sollten Sie mit reinen Bauwerkskosten von rund 2.200 bis 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen (exklusive Grundstück). Für ein Haus mit 150 Quadratmetern entspricht das etwa 330.000 bis 450.000 Euro.
  • Der Baugrund (Größter regionaler Faktor): Die Grundstückspreise variieren extrem. Während Sie in der Steiermark im Schnitt rund 94 Euro pro Quadratmeter zahlen, liegt der Preis in Wien bei über 1.000 Euro. Allein durch die Region entsteht bei ein und demselben Haus schnell ein sechsstelliger Preisunterschied.
  • Baunebenkosten (15 bis 20 %): Planung, Baubewilligung, Vermessung, Statik, Bauleitung und Versicherungen schlagen zusätzlich auf die Baukosten auf. Diese Posten werden in vielen ersten Überschlagsrechnungen vergessen.
  • Aufschließung (15.000 bis 25.000 Euro): Für Wasser, Kanal, Strom und die offizielle Zufahrt fallen beim durchschnittlichen Einfamilienhaus diese Extrakosten an.
  • Steuern beim Grundstückskauf: Wenn Sie selbst bauen, fällt die Grunderwerbsteuer (sowie die Grundbucheintragungsgebühr) nur auf den nackten Grundstückswert an und nicht – wie beim Kauf einer fertigen Bestandsimmobilie – auf den Gesamtkaufpreis. Das spart beim Hausbau spürbar Nebenkosten.
Warum die Zahlen so weit auseinandergehen: Der Baupreisindex der Statistik Austria für den Wohnhaus- und Siedlungsbau lag im 2. Quartal 2026 bei 103,7 Punkten und damit um 3,6 Prozent über dem Vorjahresquartal (Basis 2025 = 100). Baukosten sind also weiter in Bewegung. Jede Zahl in diesem Ratgeber ist eine Bandbreite, kein Angebot.
Die kurze Antwort

Was ein Haus pro Quadratmeter kostet

Der Quadratmeterpreis ist die einzige Kennzahl, mit der sich Hausbau-Kosten überhaupt sinnvoll vergleichen lassen. Er hängt vor allem von der Region und vom Ausstattungsniveau ab.

Baukosten je Quadratmeter Wohnfläche nach Region, ohne Grundstück und ohne Baunebenkosten.

Baukosten je m² Wohnfläche in Österreich · Stand: November 2025 · Quelle: wohnnet.at
Region Euro je m² 150 m² Wohnfläche
Salzburg, Tirol, Vorarlberg 2.700 bis 3.000 € 405.000 bis 450.000 €
Wien und Umland 2.600 bis 2.800 € 390.000 bis 420.000 €
Oberösterreich, Kärnten, Steiermark 2.300 bis 2.600 € 345.000 bis 390.000 €
Niederösterreich, Burgenland 2.200 bis 2.500 € 330.000 bis 375.000 €
Diese Werte gelten für einen durchschnittlichen Neubau in solider Ausführung. Nach unten ist bei sehr einfacher Ausstattung und hoher Eigenleistung Luft, nach oben ist die Grenze offen: Bei gehobener Ausstattung, aufwendiger Architektur oder schwierigem Baugrund werden 3.500 Euro pro Quadratmeter und mehr erreicht. Zwei Dinge sind an dieser Tabelle wichtig. Erstens sind es reine Bauwerkskosten. Grundstück, Aufschließung und Baunebenkosten kommen noch dazu, und die machen zusammen einen erheblichen Teil des Gesamtprojekts aus. Zweitens erklärt der regionale Unterschied nur einen kleinen Teil der Gesamtspreizung. Der große Hebel ist das Grundstück.
Kostenblöcke

Woraus sich die Hausbau-Kosten zusammensetzen

Wer weiß, welches Gewerk welchen Anteil frisst, erkennt sofort, wo sich Sparen lohnt und wo es gefährlich wird.

Anteil der Gewerke an den Bauwerkskosten · Stand: November 2025 · Quelle: wohnnet.at
Gewerk Anteil Bei 375.000 € Bausumme
Rohbau inklusive Keller 30 bis 35 % 112.500 bis 131.000 €
Haustechnik (Heizung, Sanitär, Elektro) 20 bis 22 % 75.000 bis 82.500 €
Dach 7 bis 10 % 26.000 bis 37.500 €
Fassade und Außenanlagen 7 bis 10 % 26.000 bis 37.500 €
Innenausbau 8 bis 10 % 30.000 bis 37.500 €
Fenster und Außentüren 5 bis 8 % 18.750 bis 30.000 €
Bodenbeläge und Fliesen 4 bis 6 % 15.000 bis 22.500 €
Malerarbeiten und Innentüren 4 bis 5 % 15.000 bis 18.750 €
Der Rohbau ist mit Abstand der größte Block, aber ausgerechnet dort lässt sich am wenigsten sparen. Fundament, Wände, Decken und Dach bestimmen die Statik und die Bauphysik des Hauses. Wer hier spart, spart am Falschen. Der große Spielraum liegt in den letzten vier Zeilen. Böden, Innentüren, Fliesen, Malerarbeiten und die Ausstattung von Bad und Küche summieren sich auf gut ein Fünftel der Bausumme, und dort entscheiden Ihre Wünsche, nicht die Physik. Genau diese Posten stehen am Ende der Bauzeit an, wenn das Budget meist schon strapaziert ist.
Merksatz: Der Rohbau bestimmt, ob das Haus hält. Der Innenausbau bestimmt, ob das Budget hält.
Kostenblock 1

Das Grundstück: der größte Unterschied

Beim Haus selbst liegen die Regionen um vielleicht 25 Prozent auseinander. Beim Baugrund um mehr als das Zehnfache.

Durchschnittliche Baugrundstückspreise nach Bundesland · Stand: 2024 · Datenbasis: Statistik Austria
Bundesland Euro je m² 500 m² Bauplatz
Wien 1.074 € 537.000 €
Vorarlberg 594 € 297.000 €
Salzburg 511 € 255.500 €
Tirol 482 € 241.000 €
Oberösterreich 176 € 88.000 €
Niederösterreich 152 € 76.000 €
Burgenland 127 € 63.500 €
Kärnten 101 € 50.500 €
Steiermark 94 € 47.000 €
Das sind Landesdurchschnitte über alle Lagen hinweg. Innerhalb eines Bundeslandes ist die Spanne noch einmal groß: Ein Bauplatz im Grazer Speckgürtel hat mit dem steirischen Landesschnitt von 94 Euro nichts zu tun, und ein Grundstück im Tiroler Oberland ist nicht mit einem in Innsbruck-Umgebung vergleichbar. Wenn Sie das Grundstück bereits besitzen oder es aus der Familie kommt, ändert das Ihre Ausgangslage grundlegend. Es zählt dann als Eigenkapital bei der Finanzierung und kann die Eigenmittelfrage auf einen Schlag lösen. Wenn Sie es erst kaufen müssen, lässt es sich separat finanzieren, siehe dazu unseren Beitrag zum Grundstück finanzieren.

Kaufnebenkosten für das Grundstück

Beim Grundstückskauf fallen dieselben Nebenkosten an wie bei jedem Immobilienkauf: Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragung, Vertragserrichtung und gegebenenfalls Makler. Bezugsgröße ist der Grundstückspreis.

Beispielrechnung bei einem Kaufpreis von 90.000 €: So setzen sich die wichtigsten Nebenkosten zusammen.

Beispielrechnung Kaufnebenkosten bei 90.000 € Kaufpreis · Stand: Juli 2026 · Quelle: immobilie-finanzieren.at
KostenpunktSatzBetrag
Grunderwerbsteuer3,5 % der Bemessungsgrundlage3.150 €
Grundbucheintragung1,1 % des Kaufpreises990 €
Pfandrechtseintragung*1,2 % des Pfandbetrags1.080 €
Notarkosten2,4 % des Kaufpreises2.160 €
Maklergebühr**3,6 % des Kaufpreises3.240 €
Summe ohne Makler8,2 %7.380 €
Summe mit Makler11,8 %10.620 €

Fiktives, illustratives Rechenbeispiel auf Basis der oben genannten Prozentsätze. *Der Pfandbetrag wird hier vereinfachend gleich dem Kaufpreis angenommen; er richtet sich in der Praxis nach der tatsächlichen Kredit-/Besicherungssumme und ist verhandelbar. **Maklergebühr nur bei Vermittlung über einen Makler. Gutachterkosten (500 €) und Bearbeitungsgebühr (3 % der Kreditsumme) fallen situationsabhängig zusätzlich an und sind hier nicht eingerechnet, da sie sich nach Kreditsumme statt Kaufpreis richten. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Einzelfall ab. Stand: Juli 2026.

Wichtig beim Bauen, anders als beim Kaufen: Die Grunderwerbsteuer von 3,5 % und die Grundbucheintragung von 1,1 % bemessen sich nur am Grundstück. Das Haus, das Sie darauf errichten, löst keine Grunderwerbsteuer aus. Wer stattdessen ein fertiges Haus kauft, zahlt beides vom gesamten Kaufpreis. Die Pfandrechtseintragung von 1,2 % richtet sich dagegen nach Ihrer Kreditsumme, nicht nach dem Grundstückspreis, und fällt beim Bauen daher deutlich höher aus als in der Tabelle oben. Alle Posten im Detail finden Sie unter Nebenkosten beim Hauskauf.

Aufschließung nicht vergessen

Ein Grundstück ist nicht automatisch baureif. Wasser, Kanal, Strom und die Zufahrt müssen hergestellt werden, und die Anschlussgebühren setzt jede Gemeinde selbst fest. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus liegen die Aufschließungskosten bei 15.000 bis 25.000 Euro. Fragen Sie diese Beträge vor dem Grundstückskauf bei der Gemeinde ab. Ein scheinbar günstiger Bauplatz in Hanglage oder abseits der bestehenden Leitungen kann diesen Vorteil über die Aufschließung wieder verlieren.
Bauweise

Massivhaus oder Fertigteilhaus?

Die Bauweise verschiebt die Kosten weniger stark, als viele erwarten. Sie verschiebt vor allem die Bauzeit und die Planbarkeit.

Massivhaus

Gemauert oder in Beton, meist individuell geplant. Längere Bauzeit von der Baugrube bis zum Einzug, dafür mehr Freiheit in der Planung und mehr Spielraum für Eigenleistung. Die Kosten entstehen über viele Einzelgewerke, was Nachträge wahrscheinlicher macht.

Fertigteilhaus

Vorgefertigte Elemente, Aufstellung in wenigen Tagen. Der große Vorteil ist der Festpreis: Sie wissen früh, was das Haus kostet. Der Nachteil ist die geringere Flexibilität, und Änderungswünsche nach Vertragsabschluss werden teuer.
Für die Finanzierung ist der Unterschied durchaus relevant. Ein Fertigteilhaus mit Festpreisgarantie lässt sich sauber kalkulieren, die Bank sieht eine klare Summe. Beim Massivhaus wird über ein Baukonto in Bauabschnitten abgerufen, und die Kostensicherheit entsteht erst nach und nach. Beides ist finanzierbar, die Struktur des Kredits sieht aber anders aus.
Ausbaustufe

Belagfertig, schlüsselfertig, Eigenleistung

Die Ausbaustufe entscheidet, wie viel Sie an die Baufirma zahlen und wie viel Arbeit bei Ihnen liegen bleibt.

Belagfertig heißt: Das Haus ist verputzt, Fenster und Türen sind drin, die Installationen liegen, aber Böden, Fliesen und Malerarbeiten fehlen. Das ist die verbreitetste Variante in Österreich, weil sie den größten Eigenleistungsanteil zulässt. Schlüsselfertig heißt: Sie sperren auf und ziehen ein. Küche und Außenanlagen sind praktisch nie enthalten, auch wenn der Begriff das nahelegt. Lesen Sie die Bau- und Leistungsbeschreibung genau, denn der Begriff ist rechtlich nicht geschützt. Zwischen belagfertig und schlüsselfertig liegen bei 150 m² schnell 40.000 bis 60.000 Euro. Das ist der Betrag, den Sie durch Eigenleistung theoretisch sparen können.

Eigenleistung realistisch einschätzen

  • Banken erkennen Eigenleistung als Eigenkapital an, aber nur in begrenztem Umfang und mit nachvollziehbarer Kalkulation.
  • Malerarbeiten, Bodenverlegung und Außenanlagen sind realistisch. Elektro, Gas und Wasser gehören in Fachhand, schon aus Haftungsgründen.
  • Rechnen Sie ehrlich mit Ihrer verfügbaren Zeit. Jeder Monat Bauverzögerung kostet Miete und Zwischenzinsen.
Wie viel Eigenleistung Ihre Bank tatsächlich anrechnet und wie Sie sie sauber belegen, steht im Beitrag Eigenleistung als Eigenkapital.
Beispielrechnung

Was ein Haus mit 150 m² wirklich kostet

Drei Regionen, dasselbe Haus, dieselbe Grundstücksgröße. Der Unterschied im Ergebnis ist der eigentliche Punkt dieses Ratgebers.

Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche auf 500 m² Grund, solide Ausführung ohne Luxus. Alle Werte gerundet.

Gesamtkosten Neubau nach Region · eigene Berechnung auf Basis der Quadratmeter- und Grundstückswerte oben · Quelle: immobilie-finanzieren.at
Kostenblock Burgenland Oberösterreich Tirol
Grundstück (500 m²) 63.500 € 88.000 € 241.000 €
Kaufnebenkosten Grundstück 4.500 € 6.200 € 17.000 €
Aufschließung 18.000 € 20.000 € 22.000 €
Bauwerkskosten (150 m²) 330.000 € 367.500 € 427.500 €
Baunebenkosten (15 %) 49.500 € 55.000 € 64.000 €
Außenanlagen 15.000 € 20.000 € 25.000 €
Gesamtprojekt 480.500 € 556.700 € 796.500 €
davon Haus ohne Grund 394.500 € 442.500 € 516.500 €

Die Kaufnebenkosten sind hier mit rund 7 % des Grundstückspreises angesetzt: Grunderwerbsteuer 3,5 %, Grundbucheintragung 1,1 % und Vertragserrichtung. Nicht enthalten sind Maklerkosten, weil Bauplätze häufig privat vermittelt werden, und die Pfandrechtseintragung von 1,2 %, weil sie sich nach Ihrer Kreditsumme richtet und erst feststeht, wenn Sie wissen, wie viel Sie tatsächlich aufnehmen. Bei 400.000 Euro Kredit sind das weitere rund 4.800 Euro.

Dasselbe Haus kostet in Tirol als Gesamtprojekt rund 316.000 Euro mehr als im Burgenland. Am Gebäude selbst liegen die beiden nur 122.000 Euro auseinander, der Rest ist Grundstück und das, was daran hängt. Deshalb führt die Frage „Was kostet ein Haus?" ohne Ortsangabe zwangsläufig in die Irre. Wenn Sie eine belastbare Zahl brauchen, brauchen Sie zuerst einen konkreten Bauplatz. Und noch etwas fällt an dieser Tabelle auf: In allen drei Fällen ist das Gesamtprojekt deutlich teurer als die Summe, die in den meisten Ratgebern als Antwort steht. Das liegt daran, dass dort fast immer nur die Bauwerkskosten genannt werden. Finanzieren müssen Sie aber die letzte Zeile.
Kostenreserve einplanen: Legen Sie über die Gesamtsumme noch einmal 5 bis 10 Prozent als Reserve. Nicht weil schlecht geplant wurde, sondern weil bei einem Bauvorhaben dieser Größe immer etwas dazukommt. Eine Reserve, die Sie nicht brauchen, tilgt am Ende einfach den Kredit.
Der vergessene Block

Baunebenkosten: 15 bis 20 Prozent, die niemand einrechnet

Sie stecken in keinem Angebot der Baufirma und tauchen in keiner Werbung auf, machen aber bei einem 375.000-Euro-Haus rund 56.000 bis 75.000 Euro aus.

Baunebenkosten sind alle Leistungen rund um den Bau, die nicht Teil des Bauwerks sind. Sie fallen unabhängig davon an, ob Sie massiv oder in Fertigteilbauweise bauen, und sie sind zum größten Teil nicht verhandelbar, weil sie auf gesetzlichen Vorgaben beruhen. Ein Teil davon fällt bereits an, bevor der erste Bagger kommt. Planung, Einreichung und Bodengutachten müssen bezahlt sein, wenn noch gar nicht feststeht, ob das Projekt am Ende zustande kommt. Diesen Betrag sollten Sie aus Eigenmitteln aufbringen können.

Checkliste Baunebenkosten

  • Planung und Architektenhonorar
  • Baubewilligung und behördliche Gebühren
  • Vermessung und Absteckung
  • Bodengutachten
  • Statik und Prüfstatik
  • Bauleitung und Baukoordination
  • Bauversicherungen (Rohbau, Bauherrenhaftpflicht)
  • Energieausweis
  • Baustrom, Bauwasser, Baustelleneinrichtung
  • Entsorgung und Baurestmassen
Entlastung

Was Sie von den Kosten abziehen können

Bevor Sie die Finanzierungssumme festlegen, prüfen Sie die Förderungen. In manchen Bundesländern geht es um fünfstellige Beträge.

Die Wohnbauförderung ist Ländersache, und die Unterschiede sind erheblich. Gefördert wird je nach Bundesland über zinsgünstige Darlehen, einmalige Zuschüsse oder laufende Annuitätenzuschüsse. Die Voraussetzungen betreffen meist Einkommensgrenzen, Wohnnutzfläche und energetische Mindeststandards. Wichtig ist der Zeitpunkt: Der Förderantrag muss in fast allen Bundesländern vor Baubeginn gestellt werden. Wer erst nach dem Spatenstich daran denkt, verliert den Anspruch endgültig. Prüfen Sie die Bedingungen daher parallel zur Planung, nicht parallel zum Bau. Welche Förderung in Ihrem Bundesland gilt, finden Sie in unserer Übersicht zur Wohnbauförderung mit eigenen Seiten für Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Tirol, Salzburg, Kärnten, Vorarlberg, Burgenland und Wien. Dazu kommen Förderungen für die Heiztechnik. Wenn Sie eine Wärmepumpe finanzieren, gibt es Bundes- und Landesförderungen, die den Mehrpreis gegenüber einer konventionellen Anlage spürbar reduzieren. Und die staatliche Bausparprämie von aktuell 1,5 % bleibt für den Eigenmittelaufbau relevant, auch wenn sie das Projekt allein nicht trägt.
Der entscheidende Schritt

Von den Baukosten zur Finanzierung

Sie kennen jetzt Ihre Größenordnung. Die Frage ist, was davon monatlich übrig bleibt und ob die Bank mitgeht.

Wie viel Eigenkapital brauchen Sie?

Als Richtwert gelten 20% der Gesamtkosten. Damit sind in der Regel die Nebenkosten abgedeckt und ein Teil des Bauvorhabens. Die früher verbindliche KIM-Verordnung, die diese Quote gesetzlich vorschrieb, ist mit 30.06.2025 ausgelaufen. Die 20 Prozent sind heute ein Richtwert der Finanzmarktaufsicht und die übliche Praxis der Banken, aber keine gesetzliche Hürde mehr. Für Bauvorhaben mit knapper Eigenmitteldecke gibt es dadurch wieder Spielraum, siehe Finanzierung mit wenig Eigenkapital. Ein bereits vorhandenes Grundstück zählt dabei voll als Eigenkapital. Wer den Bauplatz geerbt oder geschenkt bekommen hat, erfüllt die Eigenmittelanforderung damit oft schon vollständig. Was sonst noch als Eigenkapital gilt, steht unter Was zählt zum Eigenkapital.

Was kostet der Kredit monatlich?

Ein Beispiel für ein mittleres Bauvorhaben: Bei einer Kreditsumme von 400.000 Euro und 30 Jahren Laufzeit liegt die Monatsrate bei rund 1.722,22€. Dafür sollten Sie ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von etwa 4.305,55€ nachweisen können, damit die Rate im Rahmen der banküblichen Belastungsgrenze bleibt. Grundlage ist ein Sollzins von 3,165% beziehungsweise ein effektiver Jahreszins von 3,79 %, Stand September 2026. Die aktuellen Konditionen finden Sie jederzeit unter aktuelle Zinsen.

Ihre Kreditsumme im Detail

Je nachdem, wo Ihre Rechnung gelandet ist, finden Sie hier die passende Detailseite mit Raten, Laufzeiten und Voraussetzungen:

Fix oder variabel?

Bei einem Bauvorhaben, das sich über ein bis zwei Jahre zieht, ist Planungssicherheit mehr wert als das letzte Zehntelprozent. Ein Fixzinskredit schützt Sie davor, dass sich die Kalkulation während der Bauzeit verschiebt. Die Abwägung im Detail steht unter fester oder variabler Zins. Für die Auszahlung in Bauabschnitten brauchen Sie außerdem ein Baukonto. Es sorgt dafür, dass Sie Zinsen nur auf den bereits abgerufenen Teil zahlen und nicht auf die gesamte Kreditsumme ab dem ersten Tag.
Transparenz

Repräsentatives Rechenbeispiel

Nettokreditbetrag
200.000 €
Laufzeit
30 Jahre (360 Monatsraten)
Gebundener Sollzinssatz
3,17 % p.a. (variabel)
Effektiver Jahreszins
3,79 % p.a.
Monatliche Rate
861,11€
Summe der Kreditraten
309.999,51€

Der effektive Jahreszins enthält die üblichen Nebenkosten (Bearbeitung, Schätzung, grundbücherliche Sicherstellung). Fiktives, repräsentatives Beispiel; die tatsächlichen Konditionen sind bonitäts- und objektabhängig. Stand: September 2026.

Rechnen Sie Ihre eigene Situation gerne vorab durch: mit dem Finanzierungsrechner, dem Haushaltsrechner oder der Übersicht Wie viel Kredit kann ich mir leisten.

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Aus der Praxis

Die häufigsten Kostenfallen beim Hausbau

Fast jede Budgetüberschreitung geht auf eine dieser Ursachen zurück.

Preisgleitklausel im Bauvertrag

Viele Verträge erlauben eine Anpassung an den Baukostenindex. Bei einer Bauzeit von 18 Monaten und einer Steigerung von rund 3,6 Prozent im Jahr summiert sich das auf einen fünfstelligen Betrag. Achten Sie darauf, ob ein Festpreis vereinbart ist und wie lange er gilt.

Sonderwünsche während der Bauphase

Jede Änderung nach Vertragsabschluss wird einzeln bepreist, und zwar ohne Wettbewerb. Die bodentiefen Fenster, die in der Planung 3.000 Euro gekostet hätten, kosten während des Rohbaus ein Vielfaches.

Bodengutachten zu spät

Erst nach dem Grundstückskauf festzustellen, dass der Untergrund eine aufwendige Gründung braucht, ist teuer und nicht mehr korrigierbar. Das Gutachten kostet vergleichsweise wenig und gehört vor die Kaufentscheidung.

Außenanlagen unterschätzt

Zufahrt, Terrasse, Zaun, Garage und Garten stehen am Ende der Bauzeit an, wenn das Budget bereits erschöpft ist. Bei einem Einfamilienhaus sind das schnell 15.000 bis 25.000 Euro, die dann fehlen.

Doppelbelastung während der Bauzeit

Solange gebaut wird, zahlen Sie Miete und gleichzeitig die ersten Kreditzinsen. Rechnen Sie diese Phase realistisch ein, und zwar mit Puffer, denn Bauzeitverzögerungen sind eher die Regel als die Ausnahme.

Keine Reserve eingeplant

Wer bis auf den letzten Euro kalkuliert, hat bei der ersten Überraschung ein Problem. Eine Nachfinanzierung mitten im Bau ist deutlich teurer und aufwendiger als eine von Anfang an großzügig bemessene Kreditsumme.
FAQ

Häufige Fragen zu den Hausbau-Kosten

Was kostet ein Haus mit 150 m² in Österreich?
Ein Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche kostet in Österreich rund 330.000 bis 450.000 Euro an reinen Bauwerkskosten, je nach Region und Ausstattung. Rechnet man Grundstück, Aufschließung, Baunebenkosten und Außenanlagen dazu, liegt das Gesamtprojekt je nach Bundesland zwischen etwa 480.000 und 800.000 Euro.
Wie viel kostet der Hausbau pro Quadratmeter?
Die Baukosten liegen in Österreich bei 2.200 bis 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. In Niederösterreich und im Burgenland beginnen sie bei rund 2.200 Euro, in Salzburg, Tirol und Vorarlberg reichen sie bis 3.000 Euro. Bei gehobener Ausstattung sind auch 3.500 Euro pro Quadratmeter und mehr möglich.
Wie hoch sind die Baunebenkosten?
Die Baunebenkosten betragen 15 bis 20 Prozent der reinen Baukosten. Dazu zählen Planung, Baubewilligung, Vermessung, Bodengutachten, Statik, Bauleitung, Bauversicherungen und Baustelleneinrichtung. Bei einer Bausumme von 375.000 Euro sind das rund 56.000 bis 75.000 Euro.
Fällt beim Hausbau Grunderwerbsteuer auf das Haus an?
Nein. Beim Bauen fällt die Grunderwerbsteuer nur auf den Grundstückskauf an, nicht auf das Gebäude, das Sie darauf errichten. Wer ein bereits fertiges Haus kauft, zahlt die Grunderwerbsteuer dagegen vom gesamten Kaufpreis. Bei vergleichbarem Endwert ist das Bauen in diesem Punkt also günstiger als das Kaufen.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für den Hausbau?
Als Richtwert gelten 20 Prozent der Gesamtkosten. Die KIM-Verordnung, die diese Quote verbindlich vorschrieb, ist mit 30.06.2025 ausgelaufen. Die 20 Prozent sind seither ein Richtwert der Finanzmarktaufsicht und gängige Bankenpraxis, aber keine gesetzliche Vorgabe mehr. Ein bereits vorhandenes Grundstück zählt voll als Eigenkapital.
Was kostet die Aufschließung eines Grundstücks?
Die Aufschließung kostet bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus 15.000 bis 25.000 Euro. Darin enthalten sind die Anschlüsse für Wasser, Kanal und Strom sowie die Herstellung der Zufahrt. Die Anschlussgebühren setzt jede Gemeinde selbst fest, daher lohnt sich die Nachfrage vor dem Grundstückskauf.
Ist ein Fertigteilhaus günstiger als ein Massivhaus?
Nicht grundsätzlich. Die Baukosten der beiden Bauweisen liegen näher beieinander, als oft angenommen wird. Der wesentliche Unterschied liegt in der Bauzeit und in der Kostensicherheit: Ein Fertigteilhaus wird meist zum Festpreis errichtet, beim Massivhaus entstehen die Kosten über viele Einzelgewerke und sind erst im Lauf des Bauens vollständig bekannt.
Wie viel spare ich durch Eigenleistung wirklich?
Zwischen belagfertiger und schlüsselfertiger Ausführung liegen bei 150 m² Wohnfläche etwa 40.000 bis 60.000 Euro. Das ist der theoretische Spielraum für Eigenleistung. Realistisch übernehmbar sind Malerarbeiten, Bodenverlegung und Außenanlagen. Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen gehören aus Haftungs- und Gewährleistungsgründen in Fachhand.
Wann muss ich die Wohnbauförderung beantragen?
In den meisten Bundesländern muss der Antrag auf Wohnbauförderung vor Baubeginn gestellt werden. Wird erst nach dem Spatenstich eingereicht, entfällt der Anspruch. Prüfen Sie die Förderbedingungen Ihres Bundeslandes daher bereits in der Planungsphase, nicht erst während der Bauzeit.

Der nächste Schritt

Die Kostenfrage ist beantwortet, die eigentliche Frage lautet jetzt: Was davon lässt sich für Sie finanzieren? Das hängt von Ihrem Einkommen ab, von Ihren Eigenmitteln, vom Grundstück und von der Bank, die Sie fragen. Und die Konditionen unterscheiden sich zwischen österreichischen Banken bei derselben Kreditsumme deutlich. Wir holen die Angebote für Sie ein und vergleichen sie. Sie schildern uns Ihr Vorhaben, wir melden uns mit konkreten Zahlen. Wie der gesamte Ablauf aussieht, lesen Sie unter Ablauf einer Immobilienfinanzierung und Die optimale Baufinanzierung. Jetzt Finanzierung anfragen
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